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Ausbildung gestalten Smartphones in der Ausbildung

Smartphones gehören zum Alltag von Auszubildenden. Statt auf Verbote zu setzen, sollten Betriebe Selbstregulation fördern. Drei praktische Ansätze zeigen, wie Ausbildende Konzentration, Verantwortung und Medienkompetenz stärken können.

Arbeiter schaut während einer Pause auf sein Smartphone

12 August 2026 12 August 2026


Das Smartphone ist für junge Menschen ständiger Begleiter. Auch im Ausbildungsalltag ist es dabei. Viele Ausbildende fragen sich deshalb: Wann unterstützt das Gerät die Arbeit und wann wird es zur Ablenkung?

Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht nur die aktive Nutzung problematisch sein kann. Bereits ein Smartphone auf dem Tisch bindet Aufmerksamkeit. Ein Teil der geistigen Ressourcen wird unbewusst darauf verwendet, mögliche Nachrichten oder andere Reize auszublenden. Die Folge: Konzentration und Leistungsfähigkeit können sinken. 

Einige Betriebe reagieren auf häufige Smartphone Nutzung mit Verboten oder strengen Kontrollen. Langfristig sind solche Maßnahmen oft wenig wirksam. Sie können sogar dazu führen, dass Geräte heimlich genutzt werden. Wer später im Berufsleben verantwortungsvoll handeln soll, braucht die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren. Genau diese Kompetenz kann in der Ausbildung eingeübt werden. Das Smartphone wird damit zum Lerngegenstand für Selbstverantwortung und Medienkompetenz.

Gute Gewohnheiten gemeinsam entwickeln

Wissen allein reicht häufig nicht aus, um das eigene Verhalten zu verändern. Deshalb sollten Ausbildende Auszubildende dabei unterstützen, konkrete Strategien für den Arbeitsalltag zu entwickeln.

Hilfreich sind klare Vereinbarungen für bestimmte Situationen. Beispielsweise kann festgelegt werden: Wer an einer anspruchsvollen Aufgabe arbeitet, legt das Smartphone für diese Zeit außer Sichtweite in eine Schublade oder einen Spind. Solche konkreten Absprachen wirken meist besser als allgemeine Aufforderungen, das Smartphone weniger zu nutzen.

Drei Empfehlungen für die Praxis:


1. Vorbild sein

Auszubildende beobachten genau, wie erfahrene Beschäftigte mit digitalen Medien umgehen. Wer während eines Gesprächs ständig auf das eigene Smartphone schaut, sendet widersprüchliche Signale.

Ausbildende sollten deshalb den Umgang mit Medien vorleben, den sie von ihren Auszubildenden erwarten.

2. Regeln gemeinsam vereinbaren

Pauschale Verbote helfen selten weiter. Sinnvoller sind klare und gemeinsam entwickelte Regeln.

Dabei kann vereinbart werden, wann Smartphones einen festen Platz im Arbeitsalltag haben, etwa für Rechercheaufgaben, Dokumentationen oder in den Pausen. Gleichzeitig sollte geklärt werden, wann konzentriertes Arbeiten Vorrang hat.

Der gemeinsame Aushandlungsprozess stärkt Verantwortung und Selbstständigkeit.

3. Das Gespräch suchen

Wenn vereinbarte Regeln nicht eingehalten werden, sollten Ausbildende zunächst das Gespräch suchen.

Wertschätzende Rückmeldungen helfen oft mehr als Sanktionen. Gemeinsam kann reflektiert werden, welche Auswirkungen Ablenkungen auf die Arbeitsqualität, das Lernen oder die Zusammenarbeit haben. So entstehen Einsicht und Verantwortungsbewusstsein statt bloßer Regelbefolgung.


Den ganzen Artikel gibt es in der neuen Ausgabe der BWP

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