Mehr Unterstützung für junge Menschen jetzt BAföG stärken statt Sparrunden fahren

Die Bundesregierung machte teure Steuerversprechen und kommt jetzt in Sparzwänge beim BAföG. Eine echte Reform braucht endlich eine dynamische Anpassung an die Lebensverhältnisse unserer jungen Kolleg:innen – damit Bildung nicht vom Geldbeutel abhängt.

Hände über Heizkörper wärmen

13. Februar 2026 13. Februar 2026


Die Bundesregierung wollte das BAföG grundlegend reformieren. Mehr Menschen sollten Anspruch haben und die Förderung sollte besser an das Leben heute angepasst werden. Doch nun zeigt sich: Für diese Reform fehlt das Geld. Die Milliarden, die an anderer Stelle verteilt wurden (z.B. Mehrwertsteuersenkung für Restaurants), stehen einer soliden Bildungsfinanzierung nun im Weg.

Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene ist das ein Problem. Mieten, Lebensmittel und Energie sind teurer geworden. Wer in Ausbildung oder Studium ist, spürt das besonders hart. Trotzdem bleibt die Förderung auf dem Niveau von gestern stehen. Ohne eine automatische Dynamisierung verliert das BAföG Monat für Monat an Wert. Es wird real weniger, während alles andere mehr kostet.

Die Politik spricht gern von Chancengleichheit. In der Realität wird Bildung aber noch immer vom Einkommen der Eltern bestimmt. Wenn Reformen angekündigt und dann aus Kostengründen zusammengestrichen werden, ist das ein falsches Signal. Junge Menschen sollen sparen, während der Staat sich an anderen Stellen großzügig zeigt. Das passt nicht zusammen.

Eine echte Reform muss die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ernst nehmen. Dafür braucht es eine Förderung, die zuverlässig steigt. Also weg vom "Zufall" politischer Haushaltsverhandlungen. Hin zu einem BAföG, das automatisch an die Preisentwicklung angepasst wird. Nur so bleibt es ein verlässliches Werkzeug für Bildungsgerechtigkeit.
Ohne diesen Schritt bleibt das BAföG ein Instrument der Vergangenheit. Die Chance auf sozialen Aufstieg wird geschwächt. Und viele, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnen wollen, werden ausgebremst. Das können wir uns als Gesellschaft nicht leisten.

Wiarda: Erst Milliardengeschenke, dann kein Geld fürs BAföG?
DSW: Bundesregierung darf ihr BAföG-Versprechen nicht brechen!

BAföG strukturell modernisieren und bedarfsgerecht ausgestalten
  • Elternunabhängige Grundförderung von 300 Euro monatlich

  • Regelbedarf: Erhöhung auf 625 Euro monatlich.

  • Wohnkostenpauschale erhöhen und an regionale Wohnkosten anpassen

  • Förderfähigkeit auch für berufsbegleitende Studiengänge und Übernahme von Studiengebühren bei weiterbildenden Studiengängen.

  • Erhöhung der Elterneinkommensfreibeträge und Erweiterung der elternunabhängigen Förderung

  • Jährliche, automatische Anpassung

Gesamtvorschlag des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften
Hände über Heizkörper wärmen

Mehr Unterstützung für junge Menschen jetzt BAföG stärken statt Sparrunden fahren

Die Bundesregierung machte teure Steuerversprechen und kommt jetzt in Sparzwänge beim BAföG. Eine echte Reform braucht endlich eine dynamische Anpassung an die Lebensverhältnisse unserer jungen Kolleg:innen – damit Bildung nicht vom Geldbeutel abhängt.

13. Februar 2026

Wirtschaftskonzept

Studienfinanzierung gerät immer stärker unter Druck Immer weniger Studierende erhalten staatliche Unterstützung

Nur noch gut jede siebte Person im Studium erhält Geld vom Staat. Die meisten finanzieren sich selbst und jobben nebenbei. Das erhöht den Druck, verlängert Studienzeiten und gefährdet Chancen. Expert:innen fordern eine grundlegende Reform der Förderung.

5. Februar 2026

Studenten mit einem Laptop in der Universität

DGB fordert umfassende Reform des BAföG BAföG neu denken: Mehr Gerechtigkeit für alle

Das BAföG erreicht immer weniger Menschen. Der DGB will das ändern: Mit einer Grundförderung für alle, höheren Bedarfssätzen und mehr Elternunabhängigkeit. Ziel ist ein gerechtes System, das Bildung für alle ermöglicht.

8. Dezember 2025

Ein junger Mann liest Zeitung und trinkt dabei Kaffee.

Studieren darf nicht am Geld scheitern Teure Mieten, wenig Förderung: Studierende brauchen echte Entlastung

Studierende zahlen oft mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Miete. Das BAföG reicht nicht aus. Ein breites Bündnis fordert seit Längerem eine echte Reform mit höheren Sätzen, besserer Wohnpauschale und weniger Bürokratie.

24. Oktober 2025

Das gewerkschaftliche Begabtenförderungswerk
Studienförderung der Hans-Böckler-Stiftung

Die Hans-Böckler-Stiftung ist das Begabtenförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten studieren und promovieren an Universitäten, Fachhochschulen oder erwerben das (Fach-)Abitur auf dem zweiten Bildungsweg.