Was bedeutet das für Ausbilder*innen und Berufsschulen?
Die Umstellung betrifft alle Ausbildungsberufe, in denen technische Zeichnungen und Fertigungsprozesse eine Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem Industriemechaniker:innen, Zerspanungsmechaniker:innen, Werkzeugmechaniker:innen und viele weitere Metall- und Elektroberufe.
Für Ausbilder:innen heißt das:
Du musst die neuen Normen in die betriebliche Ausbildung integrieren. Das betrifft die Vermittlung von Grundlagen der technischen Kommunikation, die Arbeit mit Zeichnungen und die praktische Umsetzung in der Fertigung. Berufsschulen müssen ihre Lehrpläne anpassen und sicherstellen, dass die neuen Inhalte in den Unterricht einfließen.
Prüfungsrelevanz
Die Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle PAL integriert ISO-GPS ab Frühjahr 2026 in die praktischen Abschluss- und Zwischenprüfungen. Wer die neuen Regeln nicht kennt, riskiert Fehler bei der Interpretation von Zeichnungen und bei der Fertigung.
Handlungsempfehlungen für die Praxis
Beginne frühzeitig mit der Umstellung. Prüfe deine Ausbildungsunterlagen und aktualisiere technische Zeichnungen. Plane Schulungen für Ausbilder:innen und Auszubildende. Nutze die Angebote der Kammern und Fachverbände, die bereits Informationsmaterial und Seminare zur ISO-GPS-Norm anbieten.
Die Umstellung ist eine Chance, die Qualität der Ausbildung zu erhöhen und die internationale Vergleichbarkeit zu sichern.
Quelle: didacta Magazin Bildungspraxis – 4/2025
Der Autor: Steffen Beutler ist Ingenieur und ISO-GPS-Experte mit Schwerpunkt auf Form- u. Lagetoleranzen