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Ausbildungsberuf | DQR 4

Behälter- und Apparatebauer/in

02.01.2018 Ι Behälter- und Apparatebauer/innen stellen Bauteile und Baugruppen für Behälter, Apparate und Rohrleitungen her. Dabei arbeiten sie mit Kupfer und mit anderen Metallen. Die Werkstücke werden dann zu Systemen oder Anlagen montiert. Diese müssen auf Funktionsfähigkeit getestet und instand gehalten werden.

Den Beruf des Behälter- und Apparatebauers erlernt man in dreieinhalb Jahren. Angeboten wird die Ausbildung im Handwerk, Lernorte sind der Betrieb und die Berufsschule. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen. Rund die Hälfte der Berufsanfänger hat Hauptschulabschluss, die andere Hälfte hat einen mittleren Schulabschluss.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Behälter- und Apparatebauer stellen Kessel und druckfeste Reaktionsbehälter für die Verfahrenstechnik, die Nahrungsmittel- und die Getränkeindustrie,  Wärmetauscher oder Turbinengehäuse für die Energie und Versorgungstechnik her.

 

Dabei werden zunächst anhand von technischen Zeichnungen Bleche und Profile angerissen und von Hand oder maschinell verformt. Anschließend zu Bauteilen oder -gruppen zusammengesetzt. Diese werden schließlich vor Ort zu ganzen Systemen oder Anlagen aufgebaut, dabei werden auch Rohrleitungen, Rohranschlüsse sowie Armaturen eingebaut. Die Behälter- und Apparatebauer kontrollieren am Ende auch die  Schweißnähte und sonstigen Verbindungen und müssen überprüfen, ob die Anlagen dicht sind. Außerdem warten und reparieren sie Anlagen, Systeme, Behälter und Apparate.

 

Wo arbeitet man?
Behälter und Apparatebauer/innen arbeiten vor allem in Unternehmen der Metall- und Maschinenbauindustrie. Ihr Arbeitsplatz sind überwiegend Fertigungshallen und Werkstätten, zur Montage sind sie aber auch oft vor Ort auf wechselnden Baustellen, manchmal auch im Ausland tätig.

 

Was sollen Bewerber mitbringen?
Bei der Anfertigung und beim Zusammenbei von Bauteilen oder der Überprüfung der Funktionen der Systeme und Anlagen dürfen keine Fehler unterlaufen. Sorgfalt ist in diesem Beruf daher sehr wichtig, ebenso wie handwerkliches Geschick. Außerdem ist ein gutes technisches Verständnis wichtig. Teamfähigkeit ist sehr gefragt, weil man viel mit anderen Fachkräften zusammenarbeitet, etwa um schwere Bauteile, Materialien und Werkzeuge zu transportieren oder zu montieren.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Werken und Technik sollte auf jeden Fall zu den Lieblingsfächern gehören. Schließlich muss man viel mit Metall arbeiten, es bearbeiten und verbinden. Außerdem müssen Bewerber gute Kenntnisse in Mathematik haben. In dem Beruf muss viel gerechnet werden, zum Beispiel wie viele Rohre für die Installation einer Heizungsanlage benötigt werden. Physik ist wichtig um die Funktionsweise der Anlagen zu verstehen, die man installiert.

 

Wer in seinem Traumberuf Behälter- und Apparatebauer keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Metallbauer, Konstruktionsmechaniker, Anlagenmechaniker oder Klempner versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Verwaltungsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu, Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.


 

Links und Zusatzinformationen

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