Ausbildungsberuf | DQR 4
Böttcher/in
Den Beruf erlernt man in drei Jahren. Gelernt wird ausschließlich im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, rechtlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorschrieben.
Was macht man in diesem Beruf?
Böttcher/innen stellen aus unterschiedlichen Hölzern Fässer, Gefäße für Weinbau, Brennereien und Brauereien, die Papier- und Textilindustrie, die Landwirtschaft sowie den Wellnessbereich her. Aus einzelnen Holzstäben biegen Böttcher/innen durch Anfeuchten und Ausfeuern zum Bespiel bauchige Fässer. Je nach Verwendungszweck werden die jeweiligen Gefäße mit Harzen oder Kunststoffen beschichtet. Zu diesem Beruf gehört ebenso die Pflege und Wartung der Maschinen zur Holzbe- und -verarbeitung.
Wichtige Voraussetzungen für Bewerber.
Beim Beschichten und Abdichten der Bottiche ist Sorgfalt besonders wichtig.
Diese Schulfächer sollte man mögen
Werken und Technik sollte auf jeden Fall zu den Lieblingsfächern gehören. Schließlich muss man viel mit Holz arbeiten, es bearbeiten und lackieren. Außerdem müssen Bewerber gute Kenntnisse in Mathematik haben. In dem Beruf müssen viele Flächen und Räume berechnet und mit technischen Zeichnungen gearbeitet werden.
Wer in seinem Traumberuf Böttcher/in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Holzmechaniker/in, als Tischler/in, Holzbearbeitungsmechaniker/in oder als Bootsbauer/in versuchen.
Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich.
Es findet eine Zwischenprüfung und eine Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.
Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 5 - 7 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.
Prüfungsbereich |
Gewichtung |
||
Zwischen-prüfung |
Herstellen eines Holzbehälters - - Arbeitsauftrag: 5 ¾ Std. - situatives Fachgespräch: max. 15 Min. - schriftliche Aufgaben: 60 Min. |
Keine Gewichtung |
|
Gesellenprüfung |
Planung und Herstellung eines |
40%
|
|
bauchigen, geschlossenen Behälters. - Arbeitsaufgabe: 16 Std. - auftragsbezogenes Fachgespräch: max. 30 Min. |
50% |
||
Reparatur und Oberflächenbehandlung: - Arbeitsaufgabe: 4 Std. |
20% |
50% |
|
Konstruktion und Technologie: - fachorientierte schriftliche Aufgaben: 150 Min. |
30% |
||
Wirtschafts- und Sozialkunde: Aufgaben: 60 Min. |
10% |
Die Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind:
- im Gesamtergebnis mit mindestens "ausreichend",
- in mindestens drei Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" und
- in keinem Prüfungsbereich mit "ungenügend".
Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der
mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
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