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Ausbildungsberuf | DQR 4

Elektroniker/in für Betriebstechnik

28.06.2018 Ι Elektroniker/innen für Betriebstechnik installieren, warten und reparieren elektrische Betriebs-, Produktions- und Verfahrensanlagen, von Schalt- und Steueranlagen über Anlagen der Energieversorgung bis zu Einrichtungen der Kommunikations- und Beleuchtungstechnik.

Den Beruf erlernt man in dreieinhalb Jahren. Gelernt wird in der Industrie. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Elektroniker/-innen für Betriebstechnik bauen elektrische Bauteile und Anlagen ein. Das tun sie vor allem in den Bereichen elektrische Energieversorgung, moderne Gebäudesystem- und Automatisierungstechnik oder industrielle Betriebsanlagen. Ebenso richten sie Leitungsführungssysteme, Energie- und Informationsleitungen sowie elektrische Ausrüstung von Maschinen mit den dazugehörigen Automatisierungssystemen ein. Alle Anlagen werden durch sie regelmäßig gewartet, modernisiert und im Störungsfall repariert.

 

Alle System- und Sicherheitseinrichtungen werden durch die Elektroniker/-innen für Betriebstechnik programmiert, konfiguriert und geprüft. Die Montage der Systeme wird organisiert und die Arbeit der entsprechenden Dienstleister und anderer Gewerke begleitet. Abschließend weisen die Elektroniker/-innen die künftigen Nutzer in die Bedienung der fertigen Anlagen ein.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Bei der Installation von Anlagen oder der Überprüfung der Sicherheits- und Schutzfunktionen dürfen keine Fehler unterlaufen. Sorgfalt ist in diesem Beruf deshalb sehr wichtig. Beim Arbeiten in sicherheitsrelevanten Bereichen braucht man ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Um sich und andere nicht zu gefährden, muss man stets mit Umsicht an Strom führenden Bauteilen und Anschlüssen arbeiten. Bei ständig wechselnden Einsatzorten ist Flexibilität gefragt.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Beim Montieren, Entfernen und Einrichten verschiedener Baugruppen sind Kenntnisse in Werken und Technik nützlich. Informatikkenntnisse sind bei der Programmierung und computergestützten Arbeitsprozessen unabdingbar. Außerdem müssen Bewerber gute Kenntnisse in Mathematik haben, da immer wieder Stromstärken, Widerstände und Kapazitäten berechnet werden müssen.

 

Wer in seinem Traumberuf Elektroniker/-innen für Betriebstechnik keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik oder als Elektroniker/in Gebäude- und Infrastruktursysteme versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Verwaltungsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2, wobei Teil 1 der Abschlussprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 6, 13-14 und § 31 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

Teil

Prüfungsbereich

Gewichtung

1

Arbeiten an einem funktionsfähigen Anlagenteil der elektrischen Betriebstechnik
- komplexe Arbeitsaufgabe:

  max. 6  Std. 20 Min.
- situatives Fachgespräch:

  max. 10 Min.,
- schriftliche Aufgabe: max. 90 Min.

40%

2

Errichten, Ändern, Instandhalten elektrischer Anlagen oder das Herstellen elektrischer Anlagenteile

Arbeitsauftrag mit der auszuwählenden Variante:

a) Betrieblicher Auftrag: 18 Std
   - auftragsbezogenes Fachgespräch: max. 30 Min.

b) Arbeitsaufgabe: 14 Stunden
   - situatives Fachgespräch: max. 20 Min.

 

50%

60%

Systementwurf
- Arbeitsaufgabe: max. 120 Min.

20%

Funktions- und Systemanalyse
- Arbeitsaufgabe: max. 120 Min.

20%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisbezogene

  handlungsorientierte schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

10%

 

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn

  • im Gesamtergebnis nach Absatz 2 sowie
  • im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag und
  • im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde

mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.

 

In zwei der Prüfungsbereiche nach Nummer 3 müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem dritten Prüfungsbereich nach Nummer 3 dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

 

Die Prüfungsbereiche Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse und Wirtschafts- und Sozialkunde sind auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

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  • Frank Gerdes
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