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Ausbildungsberuf | DQR 4

Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme

28.06.2018 Ι Elektroniker/innen für Gebäude- und Infrastruktur überwachen, steuern, optimieren und warten technische Infrastrukturen in Gebäuden. Das sind z.B. Lüftungs-, Heizungs-, Elektrizitäts- und Sicherungssysteme. Die Fehlerdiagnose und die Annahme von Störungsmeldungen gehören ebenso zu diesem Beruf.

Den Beruf erlernt man in dreieinhalb Jahren. Gelernt wird in der Industrie. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Elektroniker/-innen für Gebäude- und Infrastruktur planen alle Arten technischer Infrastruktur in Gebäuden und sorgen für deren reibungslosen Betrieb. Das sind vor allem Elektrizitäts-, Lüftungs-, Heizungs- und Sicherungssysteme in Wohn- und Industrieanlagen, Schulen, Krankenhäusern und anderen Gebäuden. Diese Anlagen werden durch die Elektroniker/innen eingerichtet, konfiguriert und über Bus-Systeme in die haustechnischen Gesamtanlagen integriert.

 

Neben der Fehlerdiagnose kümmern sie sich um die Einrichtung sowie Einhaltung von Sicherheitsstandards, reparieren die Anlagen oder veranlassen deren Instandsetzung.
Zu diesem Beruf gehören auch die Beratung der Auftraggeber, die Kalkulation der Arbeits- und Materialkosten sowie die Abnahme von Leistungen weiterer Dienstleister. Die Übergabe und Einweisung der künftigen Anwender ist obligatorisch.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Bei der Installation von Anlagen oder der Überprüfung der Sicherheits- und Schutzfunktionen dürfen keine Fehler unterlaufen. Sorgfalt ist in diesem Beruf deshalb sehr wichtig. Beim Arbeiten in sicherheitsrelevanten Bereichen braucht man ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Um sich und andere nicht zu gefährden, muss man stets mit Umsicht an stromführenden Bauteilen und Anschlüssen arbeiten.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Bei der Wartung oder Reparatur von Systemen und Anlagen sind Kenntnisse in Werken und Technik nützlich. Informatikkenntnisse sind bei der Programmierung und computergestützten Arbeitsprozessen hilfreich. Außerdem müssen Bewerber gute Kenntnisse in Mathematik haben, da immer wieder Ströme, Widerstände und Kapazitäten berechnet werden müssen

 

Wer in seinem Traumberuf Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktur keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik, als Elektroniker/in Betriebstechnik oder als Mechatroniker/-in Kältetechnik versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Verwaltungsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2, wobei Teil 1 der Abschlussprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 6, 9-10 und § 31 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

Teil

Prüfungsbereich

Gewichtung

1

Arbeiten an einem funktionsfähigen Teilsystem aus der Gebäude- und Infrastrukturtechnik
- komplexe Arbeitsaufgabe:

  max. 6  Std. 20 Min.
- situatives Fachgespräch:

  max. 10 Min.,
- schriftliche Aufgabe: max. 90 Min.

40%

2

Errichten, Ändern, Instandhalten oder Betreiben von Gebäude- oder Infrastruktursystemen

Arbeitsauftrag mit der auszuwählenden Variante:

a) Betrieblicher Auftrag: 24 Std
   - auftragsbezogenes Fachgespräch: max. 30 Min.

b) Arbeitsaufgabe: 14 Stunden
   - situatives Fachgespräch: max. 20 Min.

 

50%

60%

Systementwurf
- Arbeitsaufgabe: max. 120 Min.

20%

Funktions- und Systemanalyse
- Arbeitsaufgabe: max. 120 Min.

20%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisbezogene

  handlungsorientierte schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

10%

 

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn

  • im Gesamtergebnis nach Absatz 2 sowie
  • im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag und
  • im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde

mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.

 

In zwei der Prüfungsbereiche nach Nummer 3 müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem dritten Prüfungsbereich nach Nummer 3 dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

 

Die Prüfungsbereiche Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse und Wirtschafts- und Sozialkunde sind auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Frank Gerdes
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