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Ausbildungsberuf | DQR 4

Fachinformatiker/in

28.02.2020 Ι Fachinformatiker/innen entwerfen und realisieren komplexe EDV-Systeme und passen diese benutzerfreundlich an.

Den Beruf erlernt man in drei Jahren. Gelernt wird in Unternehmen der IT-Branche bzw. in IT-Abteilungen von Unternehmen. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit Hochschulreife ein. Sie wird in der Fachrichtung Systemintegration und der Fachrichtung Anwendungsentwicklung angeboten.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Informatiker/-innen kümmern man sich um die Planung und Konfigurierung von IT-Systemen. Sie richten diese Systeme ein und passen sie den Unternehmensanforderungen bzw. Kundenwünschen entsprechend an. Beim Beheben von Fehlern und Störungen bringen sie systematisch Experten- und Diagnosesysteme zum Einsatz. Zur Auswahl und dem Einsatz von Geräten beraten sie ebenfalls und lösen Anwendungs- und Systemprobleme. Daneben geben sie Schulungen und erstellen die Systemdokumentationen.

 

Außerdem konzipieren und programmieren sie Software nach Kundenwünschen. Bereits bestehende Anwendungen testen, passen sie an und deren entwickeln deren Bedienoberflächen weiter. Ihre Hauptarbeitsinstrumente sind dabei die Programmiersprachen und digitale Werkzeuge wie z.B. Entwicklertools. Dabei kommen auch Methoden des Software Engineerings zum Einsatz..

Weiter Informationen zu den einzelnen Fachrichtungen findest Du HIER.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Bei der zum Teil schwierigen Fehlerdiagnose ist Durchhaltevermögen gefragt. Sorgfalt, Flexibilität und Serviceorientierung sollte man zur Anpassung der Standardsoftware nach Kundenwünschen mitbringen.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen.
Zu den Lieblingsfächern sollten auf jeden Fall Mathematik und Informatik zählen. Programmierfähigkeiten und logisches Verständnis sind unabdingbar. Gute Sprachkenntnisse in Englisch sind notwendig, da Prozessbeschreibungen, Handbücher und die einschlägige Fachliteratur oftmals auf Englisch verfasst sind.

Wer in seinem Traumberuf Fachinformatiker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Mathematisch-technische/-r Software-Entwickler/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschlussprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 14-15 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischen-prüfung

Betriebliche Leistungsprozesse und Arbeitsorganisation, informations- und telekommunikationstechnische Systeme, Programmerstellung und -dokumentation, Wirtschafts-  und Sozialkunde
- schriftliche Aufgabe:

  max. 180 Min.

Keine Gewichtung

Abschlussprüfung

Fachrichtung Anwendungsentwicklung:

Erstellen oder Anpassen eines Softwareproduktes oder Entwickeln eines Pflichtenheftes

- Betriebliche Projektarbeit:

  max. 70 Std.
- Präsentation und Fachgespräch:

  max. 30 Min.

 

 

 

50%

 

50%

 

 

 

50%

 

50%

50%

Fachrichtung Systemintegration:

- Betriebliche Projektarbeit:

  max. 35 Std.

- Präsentation und Fachgespräch:

  max. 30 Min.

Ganzheitliche Aufgabe I
- Arbeitsaufgabe: max. 90 Min.

40%

50%

Ganzheitliche Aufgabe II
- Arbeitsaufgabe: max. 90 Min.

40%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisorientierte schriftliche Aufgabe: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in den Prüfungsteilen A und B mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. Werden die Prüfungsleistungen in der Projektarbeit einschließlich Dokumentation, in der Projektpräsentation einschließlich Fachgespräch oder in einem der drei Prüfungsbereiche mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.

 

Sind im Prüfungsteil B die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in einem weiteren Prüfungsbereich mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich ist das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Jörg Ferrando
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