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Fahrzeuglackierer-in 56335633 Hoda Bogdan  

Ausbildungsberuf | DQR 4

Fahrzeuglackierer/in

03.07.2003 Ι Fahrzeuglackierer/-innen versehen und gestalten Fahrzeuge, Aufbauten und Spezialeinrichtungen mit Lacken, Signets, Beschriftungen, Design- oder Effektlackierungen. Sie schützen Oberflächen durch entsprechende Konservierungsmaßnahmen und setzen sie instand.

Den Beruf erlernt man in drei Jahren. Gelernt wird in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss, aber auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?
In diesem Beruf beschichtet man Fahrzeuge und Aufbauten jeglicher Art mit Lacken und verziert sie mit Beschriftungen oder Motiven. Vor der eigentlichen Lackierung wird der Zustand der Karosserie und des vorhandenen Lacks beurteilt. Danach schleifen und grundieren Fahrzeuglackierer/-innen den Untergrund und präparieren ihn damit für die Lackierung. Die Lacke werden dann mit Spritzgeräten und -pistolen in mehreren Schichten aufgebracht. Bei speziellen Ornamenten und Schriftzügen werden Schablonen und Folien verwendet.

Bei der Oberflächenbehandlung versiegeln Fahrzeuglackierer/-innen Hohlräume und imprägnieren den Lack mit Pflegemitteln wie Hochglanzpolituren und Hartwachsen. Weiterhin demontieren und montieren sie einzelne Bauteile, prüfen und messen die Funktion elektrischer, pneumatischer und hydraulischer Einzelkomponenten oder Systeme oder setzen Fahrzeugverglasungen ein.

Zum Teil arbeiten Fahrzeuglackierer/-innen an vollautomatisierten, computergesteuerten Lackierstraßen, die sie bedienen, einrichten, überwachen und instand setzen.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Sorgfalt ist z.B. beim Schleifen und Entfetten von Untergründen sowie beim Abkleben und Abdecken der zu lackierenden Flächen nötig. Umsicht sollte man mitbringen, um die Gesundheit von Kollegen und Kolleginnen bei Lackierarbeiten nicht zu gefährden.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen.
Fertigkeiten in Werken und Technik sind beim Demontieren und Montieren von Bauteilen unabdingbar. Zudem sind Grundkenntnisse in Chemie für das Verständnis der Lackzusammensetzungen von Vorteil. Um Flächen, Volumina, Mischungsverhältnisse, Lösungsmittel und den Bedarf an Farbe zu berechnen, sind Kenntnisse in Mathematik unerlässlich.

Wer in seinem Traumberuf Fahrzeuglackierer/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Maler/-in und Lackierer/-in oder als Verfahrensmechaniker/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. einen Meister-Abschluss erwerben oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschluss-/Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 9-10 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

Teil

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischenprüfung

Herstellen einer Oberfläche an einem Fahrzeugteil unter Anwendung manueller und maschineller Bearbeitungs- und Beschichtungstechniken sowie von Verbindungstechniken

- Arbeitsaufgabe: 6 Std. 50 Min.

- situatives Fachgespräch:

  max. 10 Min.

- schriftliche Aufgaben:

  max. 180 Min.

Keine Gewichtung

Abschluss-/Gesellenprüfung

Vorbereiten, Beschichten und Gestalten einer Oberfläche an einem Fahrzeug oder einem Bauteil einschließlich Finish-Arbeiten

 

 

 

 

85%

 

15%

50%

- Arbeitsaufgabe:

  max. 13 3/4 Std.

- Fachgespräch: max. 15 Min.

Beschichtungstechnik und Gestaltung:

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgaben: 180 Min.

55%

50%

Instandsetzung und Instandhaltung:

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgaben: 120 Min.

25%

Wirtschafts- und Sozialkunde:
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgaben: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in den Prüfungsteilen A und B mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. Weiterhin sind in zwei der Prüfungsbereiche mindestens ausreichende Leistungen zu erbringen. Werden Prüfungsleistungen in einem der Prüfungsbereiche mit ungenügend bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.

 

Der Teil B der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Frank Gerdes
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