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Ausbildungsberuf | DQR 4

Fertigungsmechaniker/in

02.04.2013 Ι Fertigungsmechaniker/-innen bauen Einzelteile oder Baugruppen zu industriellen Serienerzeugnissen wie Maschinen, Haushaltgeräten oder Kraftfahrzeugen zusammen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Gelernt wird in der Industrie und im Handel. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Fertigungsmechaniker/-innen montieren anhand von Montageplänen und technischen Zeichnungen unterschiedliche Erzeugnisse wie Haushaltsgeräte, Kraftfahrzeuge oder medizinisches Gerät. Einzelsteile oder bereits zusammengesetzte Komponenten verbinden sie durch Verschrauben, Kleben oder Löten zu kompletten Apparaten, Geräten und Maschinen. Sie installieren dabei auch elektrische Leitungen. Abschließend stellen sie sicher, dass die Endprodukte voll funktionsfähig sind und den vorgeschriebenen Qualitätskriterien genügen.

 

Fertigungsmechaniker/-innen achten ebenso darauf, dass stets alle notwendigen Materialien, Betriebsmittel und Hilfsmittel vorhanden sind. Weiterhin sind sie an der kontinuierlichen Optimierung von Arbeitsprozessen beteiligt.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber.
Beim Montieren und Installieren von z.B. Baugruppen ist maßgenaues Arbeiten und somit große Sorgfalt gefragt. Handwerkliches Geschick ist dabei ebenso unabdingbar.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Gute Physikkenntnisse sind von Vorteil, um die Funktionsweise der hergestellten Maschinen und Anlagen etc. zu verstehen. Um Maschinenstellwerte berechnen zu können, sind Mathematikkenntnisse wichtig. Kenntnisse in technischem Zeichen sind hilfreich um Funktionspläne lesen und verstehen zu können.
Wer in seinem Traumberuf Fertigungsmechaniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Industriemechaniker/-in, als Feinwerkmechaniker/-in, als Mechatroniker/-in oder als Stanz- und Umformmechaniker/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-
Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.   

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können sich u.a. weiterqualifizieren zum/zur REFA-Prozessorganisator/-in, einen Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben, ihren Konstrukteur oder Produktmanager aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2, wobei Teil 1 der Abschlussprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 5-8 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

Teil

Prüfungsbereich

Gewichtung

1

Herstellen einer funktionsfähigen Baugruppe

- Arbeitsaufgabe: 6,5 Std.
- schriftliche Aufgaben: 90 Min.

40%

30%

2

Montageauftrag

Arbeitsauftrag mit der auszuwählenden Variante:

a) Betrieblicher Auftrag: 6,5 Std

   - auftragsbezogenes Fachgespräch:

     max. 30 Min.

b) Arbeitsaufgabe: 7 Stunden

   - situatives Fachgespräch:

     max. 20 Min.

30%

70%

Auftrags- und Funktionsanalyse
- schriftliche Aufgabe: 120 Min.

10%

Montagetechnik
- schriftliche Aufgabe: 120 Min.

10%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- schriftliche Aufgabe: 60 Min.

10%

         

 

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

  • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens "ausreichend",
  • im Prüfungsbereich Montageauftrag mit mindestens "ausreichend",
  • im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens "ausreichend",
  • in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens "ausreichend" und
  • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 der Abschlussprüfung mit "ungenügend"

bewertet worden sind.

 

Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung mit schlechter als "ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, Auftrags- und Funktionsanalyse, Montagetechnik oder Wirtschafts- und Sozialkunde, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Frank Gerdes
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