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Ausbildungsberuf | DQR 4

Geigenbauer/in

16.07.2015 Ι Geigenbauer/-innen fertigen alle Art von Streichinstrumenten. Sie justieren diese, prüfen deren Tonqualität, reparieren und restaurieren ältere Instrumente.

Den Beruf erlernt man in drei Jahren. Gelernt wird im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, rechtlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Geigenbauer/-innen stellen jegliche Art von Streichinstrumenten her: Geigen, Bratschen, Celli oder Kontrabässe. Das Wissen um die geeigneten Rohholzarten und die richtige Verarbeitungstechnik ist die Grundlage ihre Handwerkskunst.

Aus Holz entstehen durch sägen, schleifen, hobeln und schnitzen die unterschiedlichen Instrumententeile. Die Böden, Decken, Schnecken und Hälse werden zusammengeleimt und gegebenenfalls noch einmal durch Schleifen nachbearbeitet. Danach wird der sorgfältig ausgewählte Lack aufgetragen. Abschließend prüfen die Geigenbauer/-innen Spielbarkeit, Funktionsfähigkeit und Klang des Instruments und nehmen bei Bedarf Korrekturen vor. Außerdem reparieren sie Geigen oder restaurieren historisch wertvolle Instrumente und beraten Kunden bei Neuanschaffungen.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber.
Beim genauen Überprüfen und Korrigieren der Klangqualität des Instruments ist Sorgfalt sehr wichtig. Kunden- und Serviceorientierung ist notwendig, um beim Bau der Instrumente angemessen auf Kundenwünsche einzugehen zu können.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fertigkeiten aus Werken und Technik sind hilfreich bei der manuellen und maschinellen Bearbeitung der verschiedenen Materialien und auch beim Anfertigen technischer Zeichnungen. Von großem Vorteil ist es außerdem, selbst ein Streichinstrument zu spielen, um beispielsweise dessen Spielbarkeit beurteilen zu können. Bei der Berechnung von Maßen und Flächenaufteilung sind Kenntnisse aus Mathematik unabdingbar. Physikkenntnisse erleichtern das Verständnis für die Klangeigenschaften der verschiedenen Werkstoffe.

Wer in seinem Traumberuf Geigenbauer/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Bogenmacher/-in, als Handzuginstrumentenmacher/-in, als Holzblasinstrumentenmacher/-in oder als Zupfinstrumentenmacher/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. einen Meister-Abschluss erwerben oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 7-8 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischen-prüfung

 

Herstellen eines Werkstücks nach vorgegebener Form durch manuelles Sägen, Hobeln und Schneiden, Herstellen eines Werkstücks nach vorgegebener Form durch Hobeln, Feilen und Schleifen und Herstellen eines Werkstücks nach vorgegebener Form durch Biegen

- drei Arbeitsproben: max. 7 Std.

- schriftliche Aufgaben: 180 Min.

Keine Gewichtung

Gesellenprüfung

Herstellen eines weißen spielfertigen Instruments

- ein Prüfungsstück:

  max. 120 Std.

 

Einschneiden der f-Löcher, Einpassen des Bassbalkens, Herstellen der Randstärke, Schneiden des Umrisses oder Durchführen einzelner Arbeitsgänge zur Fertigstellung an einem Instrument

- zwei Arbeitsproben: 7 Std.

 

 

50%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

50%

50%

Technologie:

- schriftliche Aufgabe:

  max. 120 Min.

40%

50%

Arbeitsplanung:

- schriftliche Aufgaben:

  max. 90 Min.

20%

Instrumentenkunde:

- schriftliche Aufgaben:

  max. 90 Min.

20%

Wirtschafts- und Sozialkunde:
- fachorientierte schriftliche

  Aufgaben: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen Prüfung sowie innerhalb der praktischen Prüfung in den Arbeitsproben insgesamt und innerhalb der schriftlichen Prüfung im Prüfungsfach Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

 

Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung  zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht.

 

 

 

Links und Zusatzinformationen

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Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

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