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Ausbildungsberuf | DQR 4

Gießereimechaniker/in

02.07.2015 Ι Gießereimechaniker/-in produzieren Gussstücke mithilfe verschiedener Verfahren und Gussformen.

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und wird in den Fachrichtungen Druck und Kokillenguss, Handformguss sowie Maschinenformguss angeboten. Gelernt wird in der Industrie. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?

Gießereimechaniker/-innen stellen Werkstücke aus flüssigem Metall her und benutzen hierzu verschiedene Gussformen. Bei der Serienproduktion überwachen sie die automatisierten Gussmaschinen und andere Gießeinrichtungen.

Die Metalle werden in Hochöfen geschmolzen, legiert und von Hand oder mit Maschinen in die jeweiligen Formen gegossen. Nach dem Erkalten legen die Gießereimechaniker/-innen die Werkstücke frei und zerstören dabei die sie umschließenden Formen. Anschließend werden die gefertigten Gussteile gesäubert, nachbearbeitet und geprüft.

Gießereimechaniker/-innen warten regelmäßig die Produktionsanlagen und führen überschaubare Reparaturen in Eigenregie durch.

Weitere Informationen über die einzelnen Fachrichtungen findest Du HIER.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Um beim Abgießen von flüssigen Metallen Unfälle zu vermeiden, ist Umsicht gefordert.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fertigkeiten aus Werken und Technik sollte man auf jeden Fall mitbringen, erleichtert das doch den Umgang mit verschiedenen Maschinen und Werkzeugen. Gute Kenntnisse in Mathematik sind wichtig bei der Berechnung von Flächen und Räumen. Physikkenntnisse sind erforderlich, um das Schmelzverhalten der verschiedenen Metalle besser zu verstehen. Wer in seinem Traumberuf Gießereimechaniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Metall- und Glockengießer/-in, als Verfahrensmechaniker/-in oder als Technische/-r Modellbauer/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können sich u.a. weiterqualifizieren zum/zur REFA-Prozessorganisator/-in, einen Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschlussprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt ihr den §§ 9-10 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischenprüfung

Fertigen von einem Werkstück durch manuelles und maschinelles Spanen, Trennen und Umformen, Fügen, Schmelzschweißen und thermisches Trennen.

Fertigen von einem Gussstück durch Einsetzen einer Modelleinrichtung oder Dauerform und des dazugehörigen Gießsystems

- Praktische Arbeitsaufgabe 1:

max. 4 Std.
- Praktische Arbeitsaufgabe 2:

 max. 3 Std.

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 180 Min.

Keine Gewichtung

Abschlussprüfung

Anfertigen eines Prüfungsstücks und Durchführung von Arbeitsproben:

max. 14 Std.

- Fachrichtung Handformguss

  - Praktische Arbeitsaufgabe:

    max. 10 Std.

  - Zwei Arbeitsproben: max. 4 Std.

- Fachrichtung Maschinenformguss

  - Praktische Arbeitsaufgabe:

    max. 5 Std.

  - Drei Arbeitsproben: max. 9 Std.

- Fachrichtung Druck- und

  Kokillenguss

  - Praktische Arbeitsaufgabe:

 max. 5 Std.

- Drei Arbeitsproben: max. 9 Std.

 

 

 

 

60%

 

40%

 

20%

 

80%

 

 

20%

 

80%

50%

Gussstückherstellung
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 180 Min.

40%

50%

Technische Kommunikation

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 120 Min.

40%

 

Wirtschafts- und Sozialkunde

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn

  • jeweils in der praktischen und schriftlichen Prüfung sowie
  • innerhalb der schriftlichen Prüfung im PrüfungsbereichGussstückherstellung

mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

 

Innerhalb der schriftlichen Prüfung haben die Prüfungsbereiche Gussstückherstellung und Technische Kommunikation gegenüber dem Prüfungsbereich Wirtschaft- und Sozialkunde jeweils das doppelte Gewicht.

 

Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht.

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Frank Gerdes
  • info

    Ausbildungsdauer
    3,5 Jahre

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