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Ausbildungsberuf | DQR 4

Graveur/in

03.06.2016 Ι Graveure/Graveurinnen gestalten Oberflächen der unterschiedlichsten Zier-, Schmuck- und Gebrauchsgegenstände aus Metall, Kunststoff oder auch Porzellan mit Ornamenten, Beschriftungen oder Motiven.

Den Beruf erlernt man in drei Jahren. Gelernt wird im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Graveure/Graveurinnen bearbeiten vorwiegend metallische aber auch nicht metallische Werkstoffe. Sie produzieren an CNC-Maschinen Stanz- und Druckwerkzeugen, Prägestempel und Schneidwerkzeuge. Die Einrichtung und Programmierung der Maschinen liegt auch in ihrem Aufgabenbereich. Bei der Herstellung von Schildern oder Schlüsselanhängern werden z.B. Laserbeschriftungsanlagen eingesetzt.
 

Die traditionelle Flachstichtechnik kommt bei Schmuck- und Kunstgegenständen zum Einsatz. Graveure/Graveurinnen bearbeiten Oberflächen auch durch Ätzen und Färben. Sie arbeiten dabei mit Hilfe von Unterlagen, Skizzen, Modellen oder Zeichnungen nach Kundenwunsch oder auch eigenen Entwürfen.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Da Kundenwünsche oftmals berücksichtigt werden müssen, ist eine Kunden- und Serviceorientierung notwendig. Sorgfalt und gestalterisches Geschick sind unabdingbar bei der Umsetzung von Entwürfen oder Vorlagen.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Werken und Technik sollte auf jeden Fall zu den Lieblingsfächern gehören. Schließlich muss man viel mit Werkstoffen arbeiten, z.B. Metalle schleifen. Außerdem müssen Bewerber gute Kenntnisse in Mathematik mitbringen, um Objekte und deren Vorlagen zu skalieren und zu messen und daran anschließend Motive etc. maßgetreu herausarbeiten zu können. Kenntnisse aus Kunst erleichtern die Umsetzung von kreativen Entwürfen. Wer in seinem Traumberuf Graveure/Graveurinnen keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Metallbildner/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 7-8 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischen-prüfung

Bearbeiten eines Werkstückes aus Metall nach Modell oder Zeichnung mit manuellen und maschinellen Verfahren

- Prüfungsstück: max. 7 Std.

- schriftliche Aufgaben:

  max. 180 Min.

Keine Gewichtung

Gesellenprüfung

Schwerpunkt Flachgaviertechnik:

Flachstichgravur mit Schrift und Motivdarstellung, Gravur mit Ornamentik und Tiermotiven auf einer Hieb-, Stich- oder Schusswaffe, Kupfer- oder Stahlstichgravur, zweidimensionale Schrift- und Motivdarstellung

- ein Prüfungsstück: max. 60 Std.

 

Herstellen einer Flachstichgravur, einer zweidimensionalen Maschinengravur oder Modellieren oder Herstellen von Hilfsmitteln

- eine Arbeitsprobe: max. 7 Std.

 

Schwerpunkt Reliefgraviertechnik:

Herstellen eines erhabenen Schmuckteils in Stahl, eines Prägewerkzeuges, eines Reliefs, einer Negativgravur oder einer Spritz-, Blas- oder Vakuumform

- ein Prüfungsstück: max. 60 Std.

 

Herstellen einer negativen oder positiven Reliefgravur, einer dreidimensionalen Maschinengravur oder Modellieren oder Herstellen von Hilfsmitteln

- eine Arbeitsprobe: max. 7 Std.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Technologie:

- schriftliche Aufgabe:

  max. 120 Min.

30%

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Gestaltung:

- schriftliche Aufgaben:

  max. 120 Min.

30%

Arbeitsplanung:

- schriftliche Aufgaben:

  max. 60 Min.

20%

Wirtschafts- und Sozialkunde:
- fachorientierte schriftliche

  Aufgaben: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung im Prüfungsbereich Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

 

Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der schriftliche Teil der Prüfung hat gegenüber der mündlichen Prüfung das doppelte Gewicht.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Frank Gerdes
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