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Ausbildungsberuf | DQR 4

Holzmechaniker/in

19.05.2015 Ι Holzmechaniker/-innen bedienen und überwachen Produktionsanlagen in der industriellen Herstellung von Holz-Fertigprodukten und Produkten aus anderen Materialien wie z.B. Kunststoffen oder Holzwerkstoffen..

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird in drei Fachrichtungen, FR Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen, FR Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen und FR Montieren von Innenausbauten und Bauelementen angeboten. Gelernt wird in der Industrie. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

Es gibt die Möglichkeit, während der Ausbildung eine Zusatzqualifikation im Bereich CNC/CAD zu erwerben. Deren Prüfung erfolgt mit der Abschlussprüfung, so dass man sich später mit zwei Zeugnissen auf dem Arbeitsmarkt bewerben kann.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Holzmechaniker/-innen arbeiten in der Möbelindustrie, in Betrieben zur Herstellung von Bauelementen, Innenausbauten oder im Laden- und Messebau, auch im Caravanbau. Die verarbeiteten Komponenten und die Endprodukte variieren dabei je nach Fachrichtung.

In der Fachrichtung Herstellen von Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen produzieren sie in Serien- oder Einzelanfertigung Fenster, Türen und andere Holz- bzw. Kunststoffelemente wie etwa Rahmen und Leisten. Hinzu kommen Transportverpackungen und Packmittel, insbesondere für den weltweiten sicheren Transport von Gütern aller Art.

In der Fachrichtung Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen stellen sie in Serien- oder Einzelanfertigung Tische und Sitzmöbel, Kastenmöbel, Küchen, Gestelle für Sofas und Sessel sowie Regelsysteme, Wandverkleidungen und Ladeneinrichtungen her.

In der Fachrichtung Montieren von Innenausbauten und Bauelementen bauen sie die in ihren Betrieben hergestellten Produkte beim Kunden ein und führen die erforderlichen Anschlussarbeiten durch.

Beim eigentlichen Fertigungsprozess werden Schnitthölzer, Furniere, Verbundplatten sowie Kunststoffe und Metallteile verarbeitet. Vor der eigentlichen Verarbeitung werden die verschiedenen Schnitthölzer sortiert und in Trockenkammern getrocknet. Danach sägen, hobeln und fräsen die Holzmechaniker/-innen die Hölzer auf die gewünschten Maße. Dabei werden Plattenmaterialien mit verschiedenen Furnieren, Schichtstoffen oder Kunststofffolien versehen, gebeizt, lackiert oder beschichtet. Die fertigen Einzelteile werden durch Verdübeln, Verschrauben oder Kleben zusammengefügt. Vielfältige Beschläge werden für die unterschiedlichsten Funktionen der Produkte ausgewählt und eingebaut. Abschließend überprüfen die Holzmechaniker/-innen die Qualität und Funktionalität der Enderzeugnisse, verpacken, kennzeichnen sie und machen sie versandfertig bzw. sorgen für deren fachgerechte Einlagerung.

Der größte Teil der Fertigung geht mithilfe von weitgehend automatisierten und rechnergestützten Anlagen vonstatten, die die Holzmechaniker/-innen einrichten, bedienen und instand halten müssen, wobei sie Anwenderprogramme nutzen.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
In diesem Beruf ist Sorgfalt und technisches Interesse für CNC- Maschinen gefragt, Umsicht braucht man beim Umgang mit handgeführten und stationären Maschinen und Anlagen.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fertigkeiten aus Werken und Technik machen das Bearbeiten von Materialien und das Anfertigen von Skizzen leichter. Die Bewerber/innen sollten gute Kenntnisse in Mathematik mitbringen, da rechnergestützte Maschinen eingestellt und gesteuert werden müssen. Chemie- und Physikkenntnisse sind hilfreich, um die geeigneten Beschichtungen auswählen oder die Stabilität einer verbauten Komponente bewerten zu können.

Wer in seinem Traumberuf Holzmechaniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Tischler/-in oder als Parkettleger/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter/innen in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Verwaltungsstelle. Generell gilt: besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich.. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag. (Ob das im Bereich HuK überall gilt, weiß ich nicht)

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.  

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. ihren technischen Fachwirt aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschlussprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 8 und 10 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischen-prüfung

Herstellen eines Werkstückes unter Anwendung manueller und maschineller Bearbeitungs- und Verbindungstechniken einschl. Oberflächenbehandlung

- Arbeitsaufgabe: max. 5 Std.

- schriftliche Aufgaben:

  max. 120 Min.

 

 

 

 

Keine Gewichtung

Abschlussprüfung

Herstellen von Teilen und Zusammenbauen zu einem Bauelement, Herstellen eines Holzpackmittels oder Herstellen einer Leisten-Rahmen-Konstruktion

- Arbeitsaufgabe:

  max. 7 Std. 40 Min.

- Fachgespräch: max. 20 Min.

 

 

 

50%

Fertigungstechnik

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 120 Min.

40%

50%

Maschinen- und Anlagentechnik

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 120 Min.

40%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. In zwei der Prüfungsbereiche des schriftlichen Teils müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem weiteren Prüfungsbereich des schriftlichen Teils dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

 

Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Jörg Ferrando
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