berufliche Zukunftsberatung
kompetent - hilfreich - gut
WAP - Springe direkt:
Inhalt
     
 

Ausbildungsberuf | DQR 4

Konstruktionsmechaniker/in

28.06.2018 Ι Konstruktionsmechaniker/-innen fertigen Stahlbau- und Blechkonstruktionen. Mithilfe manueller und maschineller Verfahren stellen sie hierzu einzelne Bauteile aus Blechen, Profilen sowie Rohren her. Ebenso kümmern sie sich um die Montage der Konstruktionen.

Den Beruf erlernt man in dreieinhalb Jahren. Gelernt wird in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss, oder auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Konstruktionsmechaniker/-innen produzieren jegliche Art von Metallbaukonstruktionen, wie z.B. Kräne oder ähnliche Förderanlagen, Aufzüge, Brücken, Fahrzeugaufbauten, Schiffe oder ganze Hallen und Bohrinseln. Im ersten Fertigungsschritt werden die einzelnen Bauteile den technischen Zeichnungen und Stücklisten entsprechend hergestellt. Dabei werden die Bleche oder Stahlträger mit Brennschneidern, Sägen oder CNC-Maschinen exakt auf Maß gebracht bzw. gebogen, verkantet und gebohrt.
 

Die eigentliche Montage der Konstruktion geht auf der Baustelle vonstatten. Hier bauen die Konstruktionsmechaniker/-innen die Einzelteile oder Baugruppen, beispielsweise durch Verschweißen und Verschrauben, erst zusammen. Für besonders schwere Teile benutzen sie Hebebühnen. Abschließend werden die fertigen Konstruktionen und Systeme den Kunden übergeben sowie deren Handhabung, Besonderheiten und Sicherheitsvorschriften erläutert. Die spätere Wartung und Instandsetzung übernehmen ebenfalls Konstruktionsmechaniker/-innen.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Beim exakten Formen und Zuschneiden von Metallen ist ein hohes Maß an Sorgfalt nötig. Teamfähigkeit braucht man, weil man bei der Montage immer wieder mit anderen Fachkräften zusammenarbeitet.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fertigkeiten aus Werken und Technik sind für die Bedienung von Fräs-, Bohr- und Schneidemaschinen sehr wichtig. Gute Mathematikkenntnisse sind für die Berechnung des Materialbedarfs oder von Flächen, Längen und Winkel unabdingbar. Weiterhin sind Fähigkeiten aus technischem Zeichnen beim Anfertigen und Lesen von technischen Zeichnungen hilfreich.

Wer in seinem Traumberuf Konstruktionsmechaniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Anlagenmechaniker/-in, als Industriemechaniker/-in oder als Metallbauer/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. einen Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben, Ihren Konstrukteur aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2, wobei Teil 1 der Abschlussprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 6, 17-18 und § 27 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

Teil

Prüfungsbereich

Gewichtung

1

Herstellen von Bauteilen und Baugruppen unter Anwendung manueller und maschineller Bearbeitungs- und Umformtechniken

- komplexen Arbeitsaufgabe:

  max. 8 Stunden,
- situatives Fachgespräch:

  max. 10 Minuten,
- schriftliche Aufgabe:

  max. 90 Min.

40%

2

Herstellen, Montieren und Demontieren von  Metallkonstruktionen

Arbeitsauftrag mit der auszuwählenden Variante:

50%

60%

a) Betrieblicher Auftrag: 18 Std.
   - Fachgespräch: max. 30 Min.

b) Praktische Arbeitsaufgabe:

   14 Stunden
   - situatives Fachgespräch:

     max. 20 Min.

Auftrags- und Funktionsanalyse
- schriftliche Aufgabe:

  max. 120 Min.

20%

Fertigungstechnik
- schriftliche Aufgabe:

  max. 120 Min.

20%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisbezogene handlungs-

  orientierte schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

10%

 

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn

  • im Gesamtergebnis nach Absatz 2 sowie
  • im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag und
  • im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde mindestens "ausreichende" Leistungen erbracht wurden.
  • In zwei der Prüfungsbereiche nach Nummer 3 müssen mindestens "ausreichende" Leistungen, in dem dritten Prüfungsbereich nach Nummer 3 dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

 

Die Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind auf Antrag des Prüflings oder nach Er-

messen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den

Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der

mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Frank Gerdes
  • info

    Ausbildungsdauer
    3,5 Jahre

    Ausbildungsvergütung
    Vorteil mit Tarif

    Fördermöglichkeiten
    weitere Informationen

    Verdienstmöglichkeiten
    Vorteil mit Tarif Lohnspiegel

    Kompetenz-Check

    Informationen für Aktive

    Angebote der IG Metall
    Prüferschulung

    Rechtsgrundlagen
    Ausbildungsverordnung Rahmenlehrplan

    Selbst aktiv werden als...
    Prüfer/in Prüfungsaufgabenersteller/in

    Servicebereich