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Produktionsmechaniker-in - Textil 46156829 michaeljung  

Ausbildungsberuf | DQR 4

Produktionsmechaniker/in Textil

09.05.2005 Ι Produktionsmechaniker/-innen -Textil richten voll- oder teilautomatisierte Produktionsmaschinen und - anlagen in der Textilindustrie ein. Sie nehmen diese in Betrieb, überwachen, warten, pflegen, reparieren sie und kümmern sich um den Materialfluss.

Den Beruf erlernt man in drei Jahren. Gelernt wird in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss, aber auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Als Produktionsmechaniker/-in -Textil sorgt man bei der Produktion von Garnen, gewebten Stoffen oder Verbundstoffen für einwandfrei funktionierende Fertigungsanlagen sowie störungsfreie und wirtschaftliche Arbeitsabläufe. Vor der Produktion werden die voll- oder teilautomatisierten Maschinen- und Anlagen eingestellt. Dabei bauen die Produktionsmechaniker/-innen -Textil beispielsweise Maschinenbauteile oder Werkzeuge ein oder aus.
 

Sie überprüfen Mustervorlagen, geben Konstruktionstechniken sowie Produktmerkmale vor und erstellen die benötigten Datenträger. An den Maschinen und Leitständen geben sie über steuer- und regelungstechnische Einheiten die Produktionsdaten, z.B. die Maschinengeschwindigkeit ein. Dann werden die Maschinen angefahren, wobei die Produktionsmechaniker/-in -Textil die gesamten Prozessabläufe überwachen und die textilen Produkte prüfen. Kommt es zu Störungen an den Anlagen, suchen sie systematisch nach Fehlern und beheben diese. Die Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen fällt auch in ihren Aufgabenbereich.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Beim genauen Einstellen der Produktionsanlagen sowie beim Umrüsten und Warten ist ein hohes Maß an Sorgfalt gefordert. Muss bei Störungen der automatisierten Anlagen schnell eingegriffen werden, braucht man Entscheidungsfähigkeit.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fähigkeiten aus Mathematik sollte man mitbringen, um beispielsweise Mischverhältnisse und Faserstoffmengen korrekt berechnen zu können. Bei der Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen sind handwerkliches und technisches Geschick nötig, deshalb sollte man Fertigkeiten aus Werken und Technik besitzen.

Wer in seinem Traumberuf Produktionsmechaniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Produktveredler/-in oder als Textillaborant/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. einen Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben, Ihren Konstrukteur aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschlussprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 8-9 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischen-pprüfung

 

Durchführung eines Teilprozesses

- komplexe Arbeitsaufgabe:

  max. 5 Std.

- schriftliche Aufgabe:

  max. 120 Min.

 

 

60 %

 

40 %

keine Gewichtung

Abschlussprüfung

Rüsten oder Instandhalten einer Produktionsmaschine der -anlage einschließlich Durchführen und Überwachen eines Prozessablaufes

 

Arbeitsauftrag mit der auszuwählenden Variante:

a) Betrieblicher Auftrag: max. 21 Std.

   - Fachgespräch: max. 30 Min.

b) Arbeitsaufgabe: max. 14 Std.

   - situatives Fachgespräch: max. 20 Min.

 

100%

50%

Fertigungstechnik

- praxisbezogene handlungsorientierte schriftliche

  Aufgabe: max. 120 Min.

40%

50%

Maschinen- und Anlagentechnik

- praxisbezogene handlungsorientierte schriftliche

  Aufgabe: max. 120 Min.

40%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisbezogene handlungsorientierte schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

20%

         

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn

  • im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag und
  • im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Fertigungstechnik und Maschinen- und Anlagentechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde

jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.

 

In zwei der Prüfungsbereiche nach Nummer 2 müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem weiteren Prüfungsbereich nach Nummer 2 dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

 

Dabei haben die Prüfungsbereiche Fertigungstechnik sowie Maschinen- und Anlagentechnik jeweils das doppelte Gewicht gegenüber dem Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde.

 

Die Prüfungsbereiche Fertigungstechnik, Maschinen- und Anlagentechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die bisherigen Ergebnisse und die Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Anke Muth
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