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Ausbildungsberuf | DQR 4

Sattler/in

23.03.2005 Ι Sattler/-innen fertigen verschiedene Produkte vor allem aus Leder an, mitunter entwerfen und reparieren sie diese.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird in den Fachrichtungen Fahrzeugsattlerei, Feintäschnerei und Reitsportsattlerei angeboten. Gelernt wird in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Sattler/-innen stellen je nach Fachrichtungen verschiedene Produkte aus Leder her, wie etwa Innenausstattungen von Fahrzeugen, Verdecke oder Planen, Handtaschen, Koffer, Mappen oder auch Pferdesättel sowie Pferdegeschirre und andere Gebrauchsgegenstände.

Vor der eigentlichen Fertigung wählen die Sattler/-innen die verschiedenen Materialen wie Leder, Kunststoffe oder Textilstoffe aus und stellen sie zusammen. Danach erfolgt mithilfe von Schablonen, Messern, Scheren oder Zuschneide- bzw. Stanzmaschinen der Zuschnitt der Werkstoffe. Anschließend werden die Teile durch Kleben, Nieten und Nähen zusammengefügt. Der Zuschnitt erfolgt maschinell oder von Hand. Zu guter Letzt befestigen die Sattler/-innen die Bespannung oder der Überzug mit Klammern, Stiften oder durch Verkleben. Auch liegen die Kundenberatung und der Verkauf in ihrem Aufgabenbereich.

Weiter Informationen zu den einzelnen Fachrichtungen findest Du HIER.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Bei der genauen Vermessung und dem korrekten Zuschnitt der Einzelteile, z.B. bei Verdecken oder Planen ist große Sorgfalt notwendig.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fähigkeiten in Werken und Technik sowie auch in Textil-/Handarbeit sind beim Zuschneiden der Materialien äußerst hilfreich. Mathematikkenntnisse braucht man unbedingt zur Berechnung und Kalkulation des Materialbedarfs.

Wer in seinem Traumberuf Sattler/-innen keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Fahrzeuginnenausstatter/-in oder als Polsterer/Polsterin versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Verwaltungsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.  

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. einen Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben oder über eine Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschluss-/Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 8-9 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

 

Zwischen-prüfung

Bearbeiten eines Werkstücks aus Leder oder anderen Materialien einschließl. Anfertigen von Schablonen, Zuschneiden von Werkstoffen und Zusammenfügen unter Anwendung von Nähtechniken
- kundenorientierte Arbeitsaufgabe:

  max. 6 Std.

Keine Gewichtung

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Polstern, Beziehen und Montieren eines Fahrzeugsitzes oder Herstellen und Montieren eines Verdecks oder einer Plane oder Gestalten, Herstellen und Montieren von Teilen einer Innenverkleidung

 

 

50%

 

- kundenorientierte Arbeitsaufgabe:

  max. 15 Std. 40 Min.
- Fachgespräch: max. 20 Min.

 
   

Planung und Fertigung

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 150 Min.

50%

50%

 

Montage
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 90 Min.

30%

 

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisorientierte schriftliche Aufgabe: max. 60 Min.

20%

 

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils

  • im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.
  • Innerhalb der schriftlichen Prüfung müssen in zwei der Prüfungsbereiche nach Absatz 3 mindestens ausreichende Leistungen,
  • in dem weiteren Prüfungsbereich dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht werden.

 

Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

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Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

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