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Ausbildungsberuf | DQR 4

Silberschmied/in

02.04.1992 Ι Silberschmiede und Silberschmiedinnen entwerfen und gestalten verschiedene Schmuck- oder Gebrauchsgegenstände aus Silber, aber auch unedlen Metallen. Reparaturen und Restaurierungen gehören ebenso zu ihrem Beruf.

Den Beruf erlernt man in dreieinhalb Jahren. Gelernt wird in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, rechtlich ist keine schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben.

 

Was macht man in diesem Beruf?
In diesem Beruf entwirft und gestaltet man Waren aus Silber und aus unedlen Metallen wie Kupfer oder Messing, die teilweise versilbert werden. Die Silberschmiede und Silberschmiedinnen bearbeiten das Metall in den meisten Fällen durch Treiben, das heißt sie bringen z.B. Platten aus Silberblech mit Treibhämmern in eine plastische Form. Sie fertigen neben Tellern, Schalen und Besteck auch Silberschmiedearbeiten mit Bewegungs- und Verschlussmechanismen her, beispielsweise Etuis oder Dosen. Im Schwerpunkt Metall fertigt man vorwiegend Zier- und Gebrauchsgegenstände an. Im Schwerpunkt Email hingegen dekoriert man Werkstücke mit transparenten oder deckenden Emailfarben.

In Werkstätten fertigen Silberschmiede und Silberschmiedinnen vor allem Einzelstücke nach Kundenwünschen oder eigenen Entwürfen an. In der industriellen Produktion stellen sie Gegenstände nach Vorlagen und in kleinen Serien her. Die Reparatur von Schmuckstücken gehört genauso zu ihrem Beruf wie der Verkauf und die Kundenberatung.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber.
Man sollte für diesen Beruf die entsprechende Sorgfalt mitbringen: z.B. werden Metalloberflächen mit detaillierten Mustern versehen. Kreativität braucht man für die eigenen Entwürfe. Kunden- und Serviceorientierung sind hilfreich, um auf Kundenwünsche angemessen eingehen zu können.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Fertigkeiten in Werken und Technik sind bei der Bearbeitung der Metalle und der Handhabung von Maschinen und Werkzeugen sehr hilfreich. Um die chemischen Prozesse z.B. beim Legieren von Metallen besser zu verstehen, sind Kenntnisse in Chemie hilfreich.

Wer in seinem Traumberuf Silberschmied/in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Goldschmied/-in, als Edelsteinfasser/-in, als Edelsteinschleifer/-in oder als Diamantenschleifer/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Verwaltungsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.  

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. einen Meister- oder Techniker-Abschluss erwerben oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Abschluss-/Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschluss-/Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 8-9 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischenprüfung

Anfertigen eines Werkstückes, ggf. unter Einbeziehung vorgefertigter Teile, unter Anwendung von Umform-, Trenn-, Abtrag- und Fügetechnik
- Arbeitsaufgabe: max. 7 Stunden,
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 180 Min.

Keine Gewichtung

Abschluss-/Gesellenprüfung

Schwerpunkt Metall:

Planen, Vorbereiten und Anfertigen eines vollständigen selbstentworfenen Gerätes oder Objektes durch Umformen, Fügen, Trennen, Abtragen und Oberflächenbehandlung sowie unter Einbeziehung von Funktionsteilen, soweit es die Art des Gerätes oder Objektes zulässt.

 

Schwerpunkt Email:

Planen, Vorbereiten und Anfertigen eines vollständigen selbstentworfenen Gerätes oder Objektes mit Email durch Umformen, Fügen, Trennen, Abtragen, Emaillieren oder Oberflächenbehandlung sowie unter Einbeziehung von Funktionsteilen, soweit es die Art des Gerätes oder Objektes zulässt.

 

Arbeitsaufgabe: max. 32 Stunden

 

 

 

 

 

 

 

 

100%

 

 

 

 

 

 

 

50%

Technologie
- schriftliche praxisorientierte

  Aufgabe: max. 120 Min.

40%

50%

Gestaltung und Arbeitsplanung
- schriftliche praxisorientierte

  Aufgabe: max. 120 Min.

20%

Technische Mathematik

- schriftliche praxisorientierte

  Aufgabe: max. 60 Min.

20%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisorientierte schriftliche Aufgabe: max. 60 Min.

20%

 

Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils

  • In der praktischen und schriftlichen Prüfung sowie
  • Innerhalb der schriftlichen Prüfung im Prüfungsfach Technologie

Mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

 

Innerhalb der schriftlichen Prüfung hat das Prüfungsfach Technologie gegenüber jedem der übrigen Prüfungsfächer das doppelte Gewicht.

 

Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht. Schriftliche Prüfung im Sinne der Absätze 7 und 8 ist auch die durch eine mündliche Prüfung ergänzte schriftliche Prüfung.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Anke Muth
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