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Ausbildungsberuf | DQR 4

Zahntechniker/in

11.12.1997 Ι Zahntechniker/-innen fertigen und reparieren festsitzenden und herausnehmbaren Zahnersatz sowie zahn- und kieferregulierende Geräte.

Den Beruf erlernt man in dreieinhalb Jahren. Gelernt wird in der Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit Hochschulreife oder mittlerem Schulabschluss ein.

 

Was macht man in diesem Beruf?
In diesem Beruf stellt man in Handarbeit festsitzenden Zahnersatz wie Zahnkronen, Brücken und Implantate oder herausnehmbaren Zahnersatz (Teil- und Vollprothesen) her. Zahntechniker/-innen fertigen zunächst aus Abdrücken ein Gebiss aus Hartgips an.

Anhand dieses Hartgipsgebiss modellieren sie dann die entsprechenden Zahnersätze, z.B. Brücken oder Implantate. Diese werden anschließend mit Prothesenkunststoffen, Titan und Feingold hergestellt. Weiterhin bauen Zahntechniker/-innen kieferorthopädische Geräte zur Zahnregulierung (Spangen) und reinigen bzw. reparieren künstliche Gebisse oder Prothesen.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber
Um Feinarbeit z.B. an einer Krone fehlerfrei vorzunehmen, ist Sorgfalt erforderlich.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Physikkenntnisse sind sehr hilfreich beim Verständnis der verschiedenen Fertigungsschritte sowie Werkstoffeigenschaft. Da man Mischungsverhältnisse von Stoffen korrekt berechnen muss, sind gute Mathematikkenntnisse unabdingbar. Fertigkeiten aus Werken und Technik kann man bei der präzisen Bearbeitung der Werkstücke gebrauchen.

Wer in seinem Traumberuf Zahntechniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Chirurgiemechaniker/-in, als Orthopädietechnik-Mechaniker/-in oder als Hörgerätakustiker/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-
Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.   

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a., einen Techniker-Abschluss erwerben, Ihren Konstrukteur aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Es findet eine Zwischenprüfung und eine Gesellenprüfung statt. Die Zwischenprüfung dient zur Ermittlung des Ausbildungsstandes und findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Gesellenprüfung wird zum Ausbildungsende durchgeführt.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 7-8 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

 

Prüfungsbereich

Gewichtung

Zwischenprüfung

Fertigen von 3 Prüfungsstücken

Einstellen vorgegebener Modelle in einen Kieferbewegungssimulator, Modellieren einer Kaufläche, Aufstellen einer partiellen Prothese mit zwei mehrarmigen gebogenen Klammern oder Aufstellen einer totalen Prothese eines Kiefers.

- Praktische Arbeitsaufgabe:

  max. 7 Std.
- praxisbezogene schriftliche Aufgabe

  max. 180 Min.

Keine Gewichtung

Gesellenprüfung

Anfertigung von 3 Prüfungsstücken

Insbesondere Herstellen:

1. einer dreigliedrigen Brücke mit einer keramisch verblendeten Krone im Frontzahnbereich, einer Vollgusskrone im Seitenzahnbereich und einem zur keramischen Verblendung vorbereiteten Zwischenglied

2. des Primärteils einer Doppelkrone sowie Modellieren einer Vollgusskrone in Wachs mit Einarbeitung eines konfektionierten Geschiebes und einer gefrästen Umlaufraste unter Berücksichtigung einer gemeinsamen Einschubrichtung

3. nach Vorgabe einer Modellgussprothese mit höchstens vier Klammern, Konstruieren, Modellieren und Fertigstellen eines Modellgussgerüstes in Metall mit höchstens sechszähniger Komplettierung in Prothesenmaterial

 

- Praktische Arbeitsaufgabe: 27 Std.

- Arbeitsprobe: 5 Std.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

75%

25%

50%

Technologie
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 210 Min.

50%

50%

Fertigungsplanung und -kontrolle

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 90 Min.

30%

Wirtschafts- und Sozialkunde

- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: max. 60 Min.

20%

 

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn

  • jeweils im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung sowie
  • innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung im Prüfungsbereich Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

 

Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der schriftliche Teil der Prüfung hat gegenüber der mündlichen Prüfung das doppelte Gewicht.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Jörg Ferrando
  • info

    Ausbildungsdauer
    3,5 Jahre

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