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Ausbildungsberuf | DQR 4

Fluggerätelektroniker/in

28.06.2013 Ι Fluggerätelektroniker/-innen richten elektrische und elektronische Baugruppen, Geräte und Systeme in der Luftfahrttechnik ein. Hierzu gehören unter anderem Mess-, Steuer- und Regelungstechnik oder Antriebs- und Übertragungstechnik. Diese nehmen sie in Betrieb, kontrollieren und justieren sie, warten oder tauschen sie aus.

Den Beruf erlernt man in dreieinhalb Jahren. Gelernt wird in der Industrie. Die Ausbildung zu diesem Beruf steht allen offen, Betriebe stellen aber bevorzugt Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss.

 

Was macht man in diesem Beruf?
Fluggerätelektroniker/-innen installieren elektrische und elektronische Geräte, Anlagen und Systeme der Luftfahrttechnik. Sie kümmern sich um deren reibungslosen Betrieb, warten und reparieren diese. Dabei verlegen sie Steuer-, Signal- und Datenleitungen und verbauen elektrische Komponenten sowie Geräte und Anlagen.

Bei systematischen Wartungen und Reparaturen prüfen und messen sie die gesamte Bordtechnik durch, korrigieren gegebenenfalls Parameter, tauschen defekte Komponenten und Systeme aus oder installieren sie völlig neu. Nach einer abschließenden Kontrolle der durchgeführten Arbeiten und der Funktionsfähigkeit der Technik wird die jeweilige Anlage wieder in Betrieb genommen.

Alle Arbeiten müssen die Fluggerätelektroniker/-innen vorgabengetreu ausführen und dokumentieren. Wenn sie die entsprechenden Berechtigungen dazu haben, erteilen sie technische Freigaben von Fluggeräten.

 

Wichtige Voraussetzungen für Bewerber.
Bei der vorschriftsmäßigen Wartung von Flugzeugen, besonders bei Sicherheits- und Rettungssystemen, ist großes Verantwortungsbewusstsein gefragt. Ein hohes Maß an Sorgfalt ist beim Prüfen der verschiedenen technischen Komponenten eines Flugzeugs unabdingbar. Um sich und andere vor Unfällen zu schützen, ist Umsicht notwendig.

 

Diese Schulfächer sollte man mögen
Um mit computergestützten Prozessen, Mess- und Prüfprogrammen oder der Hard- und Software umgehen zu können, sind Kenntnisse aus der Informatik sehr hilfreich. Außerdem müssen Bewerber gute Kenntnisse in Mathematik mitbringen, da ständig elektrische Größen gemessen, bewertet und berechnet werden müssen. Fertigkeiten aus Werken und Technik sind beim Montieren und Demontieren verschiedener Komponenten von großem Vorteil.

Wer in seinem Traumberuf Fluggerätelektroniker/-in keinen Ausbildungsplatz findet, sollte es als Elektroniker/-in Geräte und Systeme, als Systemelektroniker/-in, als Elektroniker/-in Automatisierungstechnik oder als Mechatroniker/-in versuchen.

 

Lohnt sich das?
Was Azubis und Facharbeiter in diesem Beruf verdienen ist regional unterschiedlich. Genaues über die Verdienstmöglichkeiten weiß die IG Metall-Geschäftsstelle. Generell gilt: Besser läuft's mit Tarif. Denn wer nach Tarif bezahlt wird, verdient nicht nur besser, es kommen auch noch vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld dazu. Außerdem gibt es tariflich geregelte monatliche Leistungszulagen, Mehrarbeits- und Schichtzuschläge und 30 Tage Urlaub jährlich. Und: Seit 2012 gilt in der Metall- und Elektroindustrie die unbefristete Übernahme. Laut Tarifvertrag haben Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung das grundsätzliche Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

 

Entwicklungsperspektiven
Der Weg in den eigenen Wunschberuf ist nicht immer leicht. Mit der IG Metall hast Du einen starken Partner an Deiner Seite, der sich stets für eine optimale Förderung und einen gerechten Zugang in die berufliche Ausbildung einsetzt. HIER findest Du Unterstützungsangebote und Informationen zu Vorbereitungsmöglichkeiten, die auf eine duale Ausbildung hin wirken.

Junge Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits während Ihrer Ausbildung weiter qualifizieren möchten, haben die Möglichkeit sogenannte Zusatzqualifikationen zu erwerben. Diese schärfen das berufliche Profil und Verbessern die individuellen Karrierechancen. Mehr Informationen gibt es HIER.

Im weiteren Verlauf stehen Facharbeitern eine Vielzahl von Bildungs- und Karrierewegen offen. Sie können u.a. ihren technischen Fachwirt aufsatteln oder über ein Studium einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Auch eine berufspädagogische Entwicklungslinie steht ihnen offen (s.u.).

 

Die Abschlussprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2, wobei Teil 1 der Abschlussprüfung vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.

 

Eine genaue Beschreibung der zu erbringenden Prüfungsleistungen könnt Ihr den §§ 5-8 der Verordnung (siehe rechts) entnehmen.

 

Teil

Prüfungsbereich

Gewichtung

1

Arbeiten an einem funktionsfähigen Teilsystem
- komplexe Arbeitsaufgabe:

  6 Std. 20 Min.
- situatives Fachgespräch:

  max. 10 Min.,
- schriftliche Aufgabe: max. 90 Min.

30%

2

Herstellen einer Komponente, da Integrieren von Geräten oder Systemen oder Instandhalten von Systemen der Luftfahrttechnik

Arbeitsauftrag mit der auszuwählenden Variante:

30%

70%

a) Betrieblicher Auftrag: 14 Std
   - auftragsbezogenes Fachgespräch:

     max. 30 Min.

b) Betrieblicher Auftrag: 14 Stunden
   - auftragsbezogenes Fachgespräch:

     max. 30 Min.

Systemanalyse
- schriftliche Aufgabe: 120 Min.

15%

Funktionsanalyse
- schriftliche Aufgabe: 120 Min.

15%

Wirtschafts- und Sozialkunde
- praxisbezogene schriftliche

  Aufgabe: 60 Min.

10%

 

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind:

  • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens "ausreichend",
  • im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag mit mindestens "ausreichend",
  • in zwei der Prüfungsbereiche nach Absatz 1 Nummer 3 bis 5 mit mindestens "ausreichend" und
  • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 der Abschlussprüfung mit "ungenügend".

 

 

Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung im Prüfungsbereiche Systemanalyse, Funktionsanalyse und Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn einer der drei Prüfungsbereiche schlechter als "ausreichend" bewertet worden ist und die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschluss- oder Gesellenprüfung

den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

 

 

Links und Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Für jeden Beruf gibt es für Dich eine/n Ansprechpartner/in. Hier ist es...

  • Jörg Ferrando
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