Ende Januar entscheidet ein Verwaltungsgericht, ob Danial Bamdadi die deutsche Staatsbürgerschaft erhält. Das Ausländeramt verweigert ihm den Pass mit dem Vorwurf „extremistischen Engagements“. Gemeint ist jedoch sein Einsatz gegen Rechtsradikalismus und seine Beteiligung an Protesten gegen die AfD.
Wer ist Danial Bamdadi?
Danial kam vor dreizehn Jahren nach Deutschland. Er machte hier Abitur, studierte, wurde gewerkschaftlich aktiv und setzt sich heute beruflich gegen rechte Hetze in Betrieben und im öffentlichen Raum ein. Sein Engagement ist klar demokratisch – und wird nun gegen ihn gewendet. Der Fall steht für eine gefährliche Verschiebung: Demokratisches Handeln wird als Problem markiert.
Dabei gehört Engagement gegen RECHTS unmissverständlich zum Schutzbereich der Demokratie und ist fester Bestandteil politischer Bildung in der beruflichen Bildung.
Berufsbildung lebt von einem breiten Konsens: Demokratie ist kein Zusatz, sondern Kern beruflicher Handlungskompetenz. Urteilsfähigkeit, Verantwortung und Beteiligung gehören dazu, getragen von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Bund und Ländern.
Wenn jedoch Einsatz gegen Rechtsradikalismus als Extremismus ausgelegt wird, entsteht ein Klima der Verunsicherung. Betriebe sind Lernorte demokratischer Praxis. Hier erfahren Auszubildende, ob Beteiligung erwünscht ist, ob Widerspruch möglich bleibt und ob Engagement geschützt wird.
Betriebsrät:innen, Jugend- und Auszubildendenvertretungen und Ausbilder:innen tragen Verantwortung dafür, diese Lernprozesse bewusst zu gestalten.
Danials Fall zeigt: Demokratische Haltung braucht Schutz und politische Rückendeckung, besonders an betrieblichen Lernorten, an denen junge Menschen Demokratie konkret erfahren.
→ Unterstütze deshalb die Petition für Danial Bamdadi und setze ein Zeichen für demokratisches Engagement. Unterzeichne die Petition!