Einige Monate im Ausland arbeiten und lernen. Für viele Auszubildende klingt das erst einmal weit weg. Bei Benteler Steel Tube in Paderborn gehört das inzwischen zur Ausbildung. Georg Somi hat dort Verfahrensmechaniker gelernt und war drei Monate im Werk in den USA.
Für ihn war schnell klar: Diese Chance will ich nutzen. Die Zeit war anstrengend, aber prägend. Neue Arbeitsweisen, andere Abläufe und eine fremde Sprache gehörten dazu. Besonders wichtig war die gute Vorbereitung durch die Ausbilder:innen. Die Inhalte passten zur Ausbildung und halfen ihm, das Gelernte praktisch anzuwenden.
Geblieben sind nicht nur fachliche Erfahrungen. Der Aufenthalt hat Georg sicherer gemacht im Umgang mit neuen Situationen und Menschen aus anderen Ländern. Das hilft auch heute in seiner Rolle als Betriebsrat. Wer selbst erlebt hat, wie Arbeiten und Lernen in einem anderen Land läuft, hat mehr Verständnis für Kolleg:innen mit internationalem Hintergrund.
Bei Benteler stehen Auslandsaufenthalte inzwischen allen Auszubildenden offen. Möglich wurde das durch Förderprogramme wie Erasmus Plus und Ausbildung Weltweit. Sie machen solche Aufenthalte auch für Betriebe finanzierbar. Wichtig ist dabei: Die Angebote dürfen keine Belohnung für wenige sein. Öffentliche Förderung muss allen offenstehen unabhängig von Leistung oder Ausbildungsberuf.
Regelungen im Betrieb spielen dabei eine zentrale Rolle. Ausbilder:innen, JAV und Betriebsrat sollten gemeinsam klären, wie Auslandsaufenthalte organisiert werden. Dazu gehören Dauer, Inhalte, Betreuung und Auswahl der Teilnehmenden. So wird sichergestellt, dass alle Auszubildenden fairen Zugang haben und die Ausbildung qualitativ gut bleibt.