Eine Möglichkeit zur Erweiterung der Ausbildung Zusatzqualifikation

Die Berufsausbildung entwickelt sich weiter. Zusatzqualifikationen ergänzen die duale Ausbildung um zusätzliche Inhalte und machen es möglich, neue Technologien und aktuelle Entwicklungen frühzeitig in die Ausbildung zu integrieren.

Das Bild zeigt eine Gruppe von sechs Personen in Arbeitskleidung, die in einer Reihe vor einer wandfüllenden technischen Illustration stehen. Die Kleidung umfasst verschiedene Overalls und Arbeitsjacken in Blau, Grau, Schwarz und Rot; eine Person trägt zudem einen gelben Schutzhelm, eine andere hält ein Bündel Kabel, eine weitere einen großen Schraubenschlüssel. Die Personen stehen frontal zur Kamera, leicht gestaffelt, und wirken als gemeinsames Team. Ihre Kleidung weist auf unterschiedliche Tätigkeitsbereiche innerhalb eines technischen oder handwerklichen Umfelds hin, ohne dass konkrete Rollen eindeutig erkennbar sind.<br/><br/><br/>Der Hintergrund besteht aus einer grafischen Montage mit einem stilisierten humanoiden KI‑Kopfprofil, abstrahierten Netzwerkstrukturen, Verbindungslinien und technischen Diagrammen. Ergänzt wird dies durch Datenvisualisierungen wie Balken‑ und Liniendiagrammen, die einen Bezug zu Digitalisierung, Automatisierung und technologischer Entwicklung herstellen. Die Darstellung ist in kühlen Blau‑ und Grautönen gehalten und vermittelt einen futuristischen, technikorientierten Eindruck. Die Beleuchtung im Vordergrund ist gleichmäßig und neutral, wodurch die Personen klar erkennbar sind, während der Hintergrund bewusst illustrativ und flächig gestaltet bleibt.<br/>Optional interpretiert könnte das Bild ein Team symbolisieren, das im Kontext moderner Industrie, technischer Innovation oder digital unterstützter Arbeitsprozesse zusammenarbeitet. Die Kombination aus realen Personen und grafischen Elementen deutet auf Schnittstellen zwischen menschlicher Arbeit und technologischen Systemen hin.

Zusatzqualifikationen (kurz: ZQs) sind ein ergänzendes Format zu der Ausbildung. Die Idee: Auszubildende können bereits während ihrer Ausbildung zusätzliche Kompetenzen erwerben, die der eigentliche Ausbildungsberuf (noch) nicht vorsieht. Z.B. berufsspezifische Kompetenzen in der Hochvolttechnik oder berufsübergreifend Fremdsprachen erlernen sowie KI-Kompetenzen erwerben oder die Fachhochschulreife nachholen . 

ZQs sind über den § 49 BBiG geregelt, jedoch nicht einheitlich definiert. Dementsprechend  finden sich vielfältige Formen in der Praxis. Ihr zeitlicher Umfang reicht von 40 bis 600 Stunden. Grundsätzlich lassen sich zwei Formate unterscheiden:

Fit für die Ausbildung

Kodifizierte Zusatzqualifikationen

Diese sind Bestandteil der Ausbildungsverordnung und damit durch die Sozialpartner gestaltet. Sie ermöglichen es den Betrieben, bundeseinheitlich zusätzliche berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermittelt, die die berufliche Handlungsfähigkeit ergänzen oder erweitern (§ 5 Abs. 2 Nr. 6).
ZQs in unseren Berufen
Vier Studierende blicken in Bücher, die vor ihnen auf dem Tisch liegen.

Nicht kodifizierte Zusatzqualifikationen

Diese Inhalte sind nicht Bestandteil der Ausbildungsordnungen und fallen auch nicht unter das BBiG. Geregelt werden sie idealerweise über Landesrecht oder die regionalen Berufsbildungsausschüsse (Rechtsverordnung der Kammer). Anbieter sind i.d.R. Kammern, Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe oder freie Bildungsanbieter.
ZQ-Datenbank