Azubis brauchen bezahlbaren Wohnraum Eine Lösung heißt AzubiWerk

In vielen Städten ist Wohnen für Azubis unbezahlbar. Gewerkschafter:innen setzen sich deshalb für AzubiWerke ein. Sie schaffen bezahlbaren Wohnraum und stärken Mitbestimmung. Zwei junge Frauen erzählen, wie das gelingt – und was noch fehlt.

Podcast „Maloche und Malibu“


Wer eine Ausbildung beginnt, braucht nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern auch ein Zuhause. Doch bezahlbarer Wohnraum fehlt – besonders in Städten wie Frankfurt, Hamburg oder München. Viele Azubis müssen deshalb lange pendeln. Das kostet Zeit und Kraft.

Auch Berufsschulen sind oft weit entfernt. Manche wurden geschlossen oder zusammengelegt. In kleinen Berufen, die es nur selten gibt, müssen Azubis sogar über Ländergrenzen hinweg zur Schule. Ohne Unterkunft geht das nicht.

Hinzu kommt: Azubis sind heute älter als früher. Viele wollen nicht mehr bei den Eltern wohnen, sondern selbstständig leben. Gibt es keine Wohnung, wird die Ausbildung vielleicht gar nicht erst begonnen oder frühzeitig abgebrochen.

Besonders schwierig ist die Lage auch für junge Menschen aus dem Ausland. Sie sollen helfen, den Fachkräftemangel zu lösen. Doch in den Städten fehlt günstiger Wohnraum. Das macht die Integration schwer.

Gute Standards schaffen

Die IG Metall setzt sich für die fächendeckende Einrichtung von
Bildungswohnheimen für junge Menschen in Berufsausbildung ein.

  • Azubi-Wohnen gleichwertig mit Studierenden-Wohnen

  • Temporäre Wohnangebote finanziell unterstützen

  • Sozialpädagogische Begleitung im Jugendwohnen bedarfsgerecht fördern

  • Förderung verstetigen und den ländlichen Raum stärken

Mobilitätszuschuss für Azubis