Arbeiten und Lernen außerhalb des Betriebs – das ist in vielen Berufen längst Alltag, auch in der dualen Ausbildung. Auszubildende erledigen Aufgaben im Homeoffice, kommunizieren digital mit Kolleg:innen und Ausbilder:innen und entwickeln dabei neue Lernroutinen. Wie das konkret gelingt und welche Risiken dabei entstehen, ist bislang kaum empirisch untersucht.
Das ändert sich jetzt. Das Forschungsprojekt „Mobile Berufsausbildung – Arbeitsorganisation, Kompetenzentwicklung und berufliche Sozialisation" (MoBa) geht genau dieser Frage nach. Gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung und geleitet von der Technischen Universität Hamburg untersucht das Projekt von 2026 bis 2028 erstmals systematisch, wie mobiles Ausbilden in Betrieben gestaltet wird und wie Auszubildende es erleben. Im Mittelpunkt stehen drei Branchen: Chemieindustrie, Dienstleistungen sowie Metall- und Elektroindustrie.
Was das Projekt konkret untersucht
Die Forschenden wollen wissen: Welche Aufgaben übernehmen Auszubildende mobil? Wie gestaltet sich betriebliche Kommunikation auf Distanz? Welche Lernstrategien entwickeln sich – und welche nicht? Und: Ist die Anbindung an Betriebsrat und JAV auch beim mobilen Arbeiten sichergestellt? Auf Basis von Interviews, einer branchenweiten Onlinebefragung und Gruppendiskussionen mit Akteur:innen der betrieblichen Mitbestimmung sollen praxisnahe Handlungsempfehlungen entstehen – für Gewerkschaften und Betriebsräte, die mobiles Ausbilden lernförderlich und mitbestimmungsorientiert gestalten wollen.
Dein Betrieb kann mitmachen
Aktuell sucht das Projektteam Betriebe aus der Metall- und Elektroindustrie, in denen Auszubildende mobil arbeiten und lernen. Wenn du als Betriebsrat oder Ausbilder:in Interesse hast oder jemanden kennst, der mitmachen könnte: Leite diese Information gerne weiter. Die Teilnahme beginnt mit einem kurzen Vorgespräch, in dem das Projektteam das Vorhaben vorstellt und offene Fragen klärt.
Meld dich bei Johanna Faller von der Technischen Universität Hamburg:
johanna.faller@tuhh.de