DGB NRW fordert umlagefinanzierten Zukunftsfonds Ausbildung Mehr Ausbildungsplätze schaffen

Viele junge Menschen suchen vergeblich einen Ausbildungsplatz, während Betriebe Fachkräfte brauchen. Der DGB NRW schlägt deshalb einen umlagefinanzierten Zukunftsfonds Ausbildung vor. Er soll mehr Ausbildung ermöglichen und engagierte Betriebe unterstützen.

Junge Frau im Blaumann sitzt lächelnd in einer Werkstatt.

20. Oktober 2026 20. Oktober 2026


Der Bedarf an Fachkräften wächst seit Jahren. Gleichzeitig finden viele junge Menschen keinen Ausbildungsplatz. Viele Betriebe bilden nicht aus oder haben ihr Ausbildungsengagement reduziert. Dadurch verschärfen sich Fachkräfteengpässe und die Chancen auf einen guten Berufsstart sinken für viele Jugendliche.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Nordrhein-Westfalen schlägt deshalb einen Zukunftsfonds Ausbildung vor. Dahinter steht die Idee, dass alle Betriebe zur Finanzierung von Ausbildung beitragen. Unternehmen, die selbst ausbilden, sollen finanziell entlastet und unterstützt werden. Betriebe, die nicht oder kaum ausbilden, würden sich über eine Umlage an den Kosten beteiligen. Ziel ist es, die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze zu erhöhen und jungen Menschen bessere Chancen auf eine qualifizierte Ausbildung zu eröffnen.

Der DGB verweist dabei auf Erfahrungen aus anderen Bereichen und Ländern, in denen Umlagesysteme bereits erfolgreich eingesetzt werden. Ausbildung werde damit stärker als gemeinsame gesellschaftliche und wirtschaftliche Verantwortung verstanden. "Das von Prof. Bosch [Mitglied des Wissenschaftlichen Beratungskreises von IG Metall und ver.di] vorgelegte Konzept schlägt vor, dass alle Betriebe in NRW einen Beitrag in den Zukunftsfonds einzahlen, der 0,5 Prozent der Bruttolohnsumme ihrer Beschäftigten entspricht. Ausgenommen sind nur Branchen, die bereits umlagepflichtig sind, sowie Branchen, die überwiegend schulisch ausbilden. Betriebe, die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, bekommen dann jährlich 5.000 Euro pro Azubi aus dem Fonds zurückgezahlt. Geld, das anschließend noch im Fonds übrigbleibt, könnte für Maßnahmen genutzt werden, die die betriebliche und überbetriebliche Ausbildung stärken und verbessern." 

(Quelle: PM DGB-NRW)

 

Junge Frau im Blaumann sitzt lächelnd in einer Werkstatt.
NRW Zukunftsfonds Ausbildung

Wir brauchen mehr Ausbildungsplätze! Dabei kann unser umlagefinanzierter "Zukunftsfonds Ausbildung" helfen. Hier alle Infos, wie er funktioniert.

Beratungssituation an einem Schreibtisch
Das Konzept des "Zukunftsfonds Ausbildung"

Man kann jeden Ausbildungsbetrieb pro Auszubildenden und Jahr mit 5.000 € zahlen entlasten und behielte noch rund 100 Mio. € für weitere Maßnahmen.