Das Instrument liefert eine Standortbestimmung, keine Bewertung der fachlichen Ausbildungsleistung. Der Nutzen liegt in der Befassung mit den Fragen selbst: Viele betreffen Routinen, die im Ausbildungsalltag selten hinterfragt werden. Wer im Team Aufgaben verteilt, achtet nicht automatisch darauf, ob dabei immer dieselben Auszubildenden dieselben Rollen bekommen. Wer Leistungen beurteilt, prüft selten, ob die eigenen Erwartungen an alle gleich hoch sind.
Ein Abschnitt fragt nach der Vertrautheit mit Begriffen aus der Diskriminierungsforschung, etwa Ableismus oder Intersektionalität. Dieser Teil misst keine Ausbildungsqualität und geht deshalb nicht in die Auswertung ein. Wer diese Begriffe nicht kennt, bildet deswegen nicht schlechter aus. Der Abschnitt ist als Angebot zu verstehen: Er zeigt, welche Konzepte in der fachlichen Debatte über Diskriminierung eine Rolle spielen.
Auch der Bereich zum sozialen Engagement fragt nach privaten Aktivitäten, die mit der betrieblichen Ausbildungspraxis nur mittelbar zu tun haben. Die Antworten dort sagen wenig über die Qualität der Ausbildung aus.