Gewerkschaftliches Gutachter:innen-Netzwerk Sechs Mitglieder im Porträt

Sie haben Berufsausbildungen und Studiengänge in den unterschiedlichsten Fächern absolviert – von Informatik und Elektrotechnik über Maschinenbau und Chemie bis hin zu Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft – und Berufserfahrungen in Wirtschaft und Wissenschaft gesammelt.

Zwei Männer im Gespräch sitzen an einem Tisch


Einige haben ihr Studium erst vor kurzem abgeschlossen, andere sind bereits seit Jahren in Rente. Einige begleiten das Netzwerk schon seit seiner Entstehung oder haben sich vorher in den studentischen Akkreditierungspool eingebracht, andere sind gerade erst Mitglied geworden. Einige begutachten ausschließlich in Programmakkreditierungen Bachelor- oder Masterstudiengänge, andere nehmen in Systemakkreditierungen auch das Qualitätsmanagement der Hochschulen oder in alternativen Akkreditierungen neue Modelle für die Begutachtung in den Blick.

Jede:r bringt eigene Erfahrungen mit, eigene Perspektiven und eine eigene Motivation. Gerade deshalb ist ihr gewerkschaftliches Engagement so wertvoll und gerade deshalb können die Mitglieder des gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerks den Vertreter:innen von Studiengängen und Hochschulen in den Akkreditierungsverfahren so wichtige Impulse zur Verbesserung ihrer Arbeit geben. Janna Degener-Storr hat mit sechs von ihnen gesprochen:

Der Bologna-Prozess hat in den letzten fünfundzwanzig Jahren große Veränderungen angestoßen, um den internationalen Blick der Hochschulen zu weiten, die Studierenden auf die Arbeitswelt vorzubereiten und ihnen das lebenslange Lernen zu ermöglichen. Seitdem hat der Akkreditierungsrat von den Ländern den gesetzlichen Auftrag, regelmäßig die Qualität der Studiengänge und Hochschulen zu prüfen und zu deren Weiterentwicklung beizutragen. Dabei unterstützen ihn Akkreditierungsagenturen. In den dort eingesetzten Gutachterteams sitzen Lehrende und Studierende anderer Hochschulen, aber auch Vertreter:innen der Berufspraxis. Viele von ihnen sind gewerkschaftlich engagiert und haben sich im gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerk zusammengeschlossen.


Es gibt noch viel zu tun

An den deutschen Hochschulen gibt es nach wie vor Professor:innen, die nur ihr eigenes Fach im Blick haben. Curricula, die sich auf die Vermittlung von Fachwissen beschränken. Und Studiengänge, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert haben. Der Blick von außen kann dazu beitragen, dass sich das ändert und Lehrveranstaltungen die (Kompetenz-)Ziele vermitteln, die sich ein Studiengang gesetzt hat.

Die Mitglieder des gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerks sind in diesem Prozess wichtige Berater:innen. Denn sie haben das große Ganze im Blick, schauen gerne über den Tellerrand und stehen ständig im Austausch mit Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen. Sie setzen sich innerhalb ihrer Gutachterteams hartnäckig dafür ein, Veränderungen voranzutreiben, um an den Hochschulen Fortschritt zu ermöglichen. Denn sie wollen sich nicht mit dem Status Quo zufriedengeben, sondern den Herausforderungen unserer Zeit mit innovativen Lösungen begegnen.

Der Elektro- und Informationstechniker 28-jährige Daniel Renneberg zum Beispiel geht als Gutachter in Akkreditierungsverfahren gerne in das Gespräch mit den Studierenden. So hat er bei einer Begutachtung erfahren, dass viele der jungen Frauen und Männer einen Teil ihres Studiums im Ausland verbringen möchten, in der Praxis aber oft im Nachhinein viel Stoff nacharbeiten müssen, weil ihnen Leistungen anderer Hochschulen nicht anerkannt werden. Im Gespräch mit dem Gutachterteam setzte er sich daraufhin dafür ein, den Studiengang zur Umsetzung der Lissabonner Konvention zu verpflichten, die die Internationalisierung der Hochschulen vorantreiben soll.

Die 55-Jährige Sandra Monja Scherer dagegen setzte bei ihrer ersten Akkreditierung vor allem auf ihre eigenen Erfahrungen, weil es bei der Erstbegutachtung eines Studiengangs noch keine Studierenden gab, mit denen sie hätte sprechen könnten. Die Vorsitzende des Merck Euroforum hatte gerade neben ihrer Vollzeittätigkeit ein berufsbegleitendes Masterstudium an einem fünfhundert Kilometer entfernten Studienort mit den Bedürfnissen ihrer fünfköpfigen Familie unter einen Hut gebracht und konnte deshalb einschätzen, wie die Anforderungen eines solchen Programms gestaltet sein müssen, um auch für Studierende mit besonderen Anforderungen erfüllbar zu sein. „Wichtig ist mir bei der Begutachtung eines berufsbegleitenden MBAs zum Beispiel, ob es eine Präsenzpflicht gibt und ob diese überzeugend begründet wird“, erzählt sie.

Das macht ein gutes Studium aus

Um Studiengänge attraktiver für Bewerber:innen mit Berufsausbildung zu machen, können Hochschulen die Curricula auf die Ausbildungsordnungen abstimmen, betont der 65-jährige Betriebswirtschaftler Albert Johannes de Grave. Rollenspiele können Maschinenbauer:innen, Elektrotechniker:innen, Fertigungsleiter:innen und Vertriebler:innen im Studium die Möglichkeit geben, sich in Projekten über ihre unterschiedlichen Sichtweisen auszutauschen und damit wichtige Kompetenzen für das Berufsleben zu entwickeln, schlägt die 72-jährige Maschinenbauerin und Qualitätsmanagerin Kira Stein vor. Der Austausch zwischen Studierenden und Praktiker:innen kann etwa durch Videokonferenzen erleichtert werden, die zum Beispiel an Exkursionen mit Betriebsbesichtigung anschließen, findet Frank Peter Ritter, der zwanzig Jahre beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer tätig war. Ob Studentinnen in Informatik promovieren und eine Chance auf eine Professur bekommen, liegt auch in der Verantwortung der Hochschulen, findet der 37-jährige IT-Consultant Jan Hauer.

Hinter diesen Beispielen stecken viele fach- und branchenübergreifende Aspekte, die allen Mitgliedern des gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerks am Herzen liegen: Studiengänge sollten zum Beispiel barrierefrei gestaltet sein und die Geschlechtergerechtigkeit fördern. Die Fachinhalte sollten miteinander verzahnt sein, einen Praxisbezug haben und in einem gesellschaftlichen Zusammenhang stehen, so dass die Studierenden darüber nachdenken, welchen Einfluss ihr Fach auf die Gesellschaft hat und welche Verantwortung ihnen als zukünftigen Fachkräften damit zukommt. Um dies zu ermöglichen und damit Studierende auch Softskills (weiter-)entwickeln, sollten auch innovative Lehr- und Prüfungsformate zum Einsatz kommen und Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements geschaffen werden.

Jedes Mitglied bringt darüber hinaus seine eigenen inhaltlichen Schwerpunkte mit.

Albert Johannes de Grave zum Beispiel war bei großen Unternehmen für die Betreuung dualer Studierender sowie der Hochschulen, die sie ausbildeten, zuständig und anschließend Vizepräsident, Gründungsdekan und Hochschullehrer der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH). In seinen Begutachtungen legt er deshalb einen Fokus auf duale Studiengänge – sowie aufgrund seiner internationalen Arbeitserfahrungen auf Studiengänge im Ausland.

Berufliche Erfahrungen als Gewinn

Die Mitglieder des gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerk sind selbst Expert:innen in ihrem Fachgebiet und bringen einschlägige Berufserfahrungen mit, in der Wirtschaft, in Arbeitnehmervertretungen und in der Wissenschaft. Dieses Know-how lassen sie in ihre Gutachtertätigkeit mit einfließen.

Jan Hauer zum Beispiel ist als Teamleiter in einer Beratungsfirma unter anderem für die Einstellung neuer Mitarbeiter:innen zuständig und weiß deshalb, welche Kompetenzen Studienabsolvent:innen in der Branche benötigen. „Arbeitgeber brauchen keine Fachidiot:innen, sondern selbstbewusste und kritisch denkende Menschen, die ihr Wissen eigenständig erweitern können“, sagt er. „Deshalb sollten Studiengänge nicht nur Fachinhalte vermitteln“.

Und Albert Johannes de Grave hat als Experte für Personalmanagement in internationalen Wirtschaftskonzernen immer wieder in Konflikten moderiert – auf der kleinen Ebene zwischen Mitarbeiter:innen und auf der großen Ebene zwischen Parteien wie Arbeitgebern und Betriebsräten. Von diesen Erfahrungen profitiert er auch, wenn es darum geht, in Akkreditierungsverfahren zwischen verschiedenen Positionen zu vermitteln.

Kompetenzen aus anderen Ehrenämtern

Auch das Know-how, das einige Mitglieder des gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerks  in Akkreditierungsgremien gesammelt haben, lassen sie in ihre Gutachtertätigkeit einfließen.

Jan Hauer zum Beispiel saß zwischenzeitlich im Vorstand der Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften und Mathematik (ASIIN) und hat zuvor als Student ehrenamtlich im Akkreditierungsrat bei der Weiterentwicklung der Regeln mitdiskutiert, die er heute als Gutachter anwendet. Außerdem war er daran beteiligt, gemeinsam mit Kolleg:innen aus ganz Europa einen internationalen Leitfaden für die Gutachtertätigkeit zu erarbeiten.

Und Kira Stein setzte sich im Beschwerdeausschuss der ASIIN mit Hochschulmitarbeiter:innen auseinander, die die Entscheidungen der Gutachterteams anfechten wollten.

Als Gewerkschafter:innen profitieren die Gutachter:innen darüber hinaus von weiteren Kompetenzen, die sie sich in ihren Ehrenämtern angeeignet haben.

Der promovierte Chemiker Frank Peter Ritter zum Beispiel hat als Dozent in Experimentierkursen an der Junior Uni für das Bergische Land Kontakt zu jungen Menschen, die Chemie in der Schule als „trockenes Fach“ erlebt haben – und weiß aus seiner eigenen Praxis, wie sich der Stoff motivierender vermitteln lässt.

Sandra Monja Scherer war mit Anfang 20 Betriebsrätin, später stellvertretende Betriebsratsvorsitzende und Vorsitzende des örtlichen Frauenausschusses. Heute engagiert sie sich nicht nur in der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), sondern unter anderem auch als ehrenamtliche Richterin am Landesarbeitsgericht und im Elternbeirat der Schule ihrer Kinder. Hier wie auch als Gutachterin kann sie eine Stärke ausspielen, von der sie auch im Beruf immer profitiert hat, betont sie: „Ich kann die Interessen der unterschiedlichen Beteiligten abfragen und in Lösungsideen einbringen. Wie muss zum Beispiel ein Studiengang gestaltet sein, damit er für die Studierenden und die Universität ein Gewinn ist?“

Die 72-jährige Maschinenbauerin und Qualitätsmanagerin Kira Stein hat sich ihr Leben lang gewerkschaftlich engagiert, vor allem für Frauen in der Technik, und dafür auch das Bundesverdienstkreuz erhalten. Unter anderem hat sie Qualitätsmanagement-Seminare für Betriebsräte, die Industriegewerkschaft Metall (IG) und den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) gehalten. Sie setzt ihr Know-how in diesem Bereich auch als Gutachterin ein.

Aus ihren bisherigen Akkreditierungserfahrungen kennen einige Gutachter:innen Best Practice-Beispiele von anderen Hochschulen. Sie nutzen diese als Inspirationsquelle. Und doch lassen sie sich nicht dazu verleiten, den Hochschulen vorgefertigte Lösungen aufstülpen zu wollen.

Was Gutachter:innen in Akkreditierungsverfahren erreichen können

Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Akkreditierungsprozessen bekommen die Gutachter:innen die Gelegenheit, sich für ein besseres Bildungssystem einzusetzen. Davon profitieren die Studierenden, die sich persönlich weiterentwickeln, aber auch die Betriebe, die mit den Absolvent:innen zusammenarbeiten. Und wenn in Entscheidungspositionen kompetente und motivierte Menschen sitzen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind, ist das letztlich ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des gewerkschaftlichen Gutachter:innen-Netzwerks auch einen tiefen Einblick in unterschiedliche Studiengänge und Hochschulen. Sie lernen an den Hochschulen, in den Gutachterteams und in den Akkreditierungsagenturen engagierte Menschen kennen, mit denen sie sich fachlich austauschen können.

Getragen von einem starken Netzwerk

Durch das gewerkschaftliche Gutachter:innen-Netzwerk bekommen die Mitglieder nicht nur Aufträge für Gutachtertätigkeiten, sondern ebenfalls Kontakt zu spannenden Expert:innen. Die Leitfäden und Strategiepapiere, die hier erarbeitet werden, unterstützen sie in ihrer Gutachtertätigkeit ebenso wie die Schulungen, an denen sie teilnehmen können. Hier lernen sie beispielsweise, was der Unterschied zwischen der Programm- und der Systemakkreditierung ist, wie die Akkreditierungsverfahren ablaufen und worauf sie als Gutachter:innen dabei achten sollen. Bei der jährlichen Netzwerktagung werden beispielsweise Best Practice-Beispiele und spannende Hochschulprojekte vorgestellt.

Auch beruflich können die Mitglieder von den Erfahrungen aus der Gutachter-Tätigkeit profitieren.

Daniel Renneberg zum Beispiel arbeitet als Entwicklungsingenieur beim Fahrzeughersteller Porsche und genießt es, durch seinen Einsatz in den Akkreditierungsverfahren mit der Wissenschaft in Kontakt zu bleiben. „Für meine Arbeit ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein und eine Vorstellung davon zu haben, was die Zukunft bringt“, erzählt er. „Was wird zum Beispiel von Praktikant:innen und Absolvent:innen im Betrieb erwartet? Welche neuen Methoden und Forschungsergebnisse bringen die Studierenden mit in die Unternehmen?“

Wünsche für die Zukunft des Netzwerks

Die Mitglieder wünschen sich, dass das Gutachter:innen-Netzwerk weiterhin sichtbar bleibt und sich durch vielfältige Expert:innen weiterentwickelt – damit die Bildung an den Hochschulen immer besser wird.

Sandra Monja Scherer zum Beispiel hofft, dass sich zukünftig mehr jüngere Menschen, auch Frauen, als Gutachter:innen einsetzen: „Sie haben einen anderen Blick auf die Dinge und noch mehr Zeit, in diese Erfahrungen hereinzuwachsen, um sich langfristig zu engagieren.“

Albert Johannes de Grave legt Wert darauf, dass die unterschiedlichen Mitglieder des Netzwerks sich weiterhin so intensiv austauschen und sich zukünftig in bestimmten Bereichen auch auf gemeinsame Positionen einigen, um sich zum Beispiel gegen die zunehmende Zersplitterung von Bachelorstudiengängen auszusprechen.

Und Jan Hauer setzt sich für eine noch engere Zusammenarbeit mit den studentischen Gutachter:innen ein: „Wir können Studierende auch dafür begeistern, nach ihrem Abschluss weiterhin als Gutachter:in aktiv zu sein. Das ist ein wunderschöner Hebel, um Demokratieverständnis an die Universitäten zu tragen – und auch den Gedanken, dass Betriebsräte zur Nachhaltigkeit von Unternehmen beitragen können“.

Zwei Männer im Gespräch sitzen an einem Tisch

Sechs Gutachter:innen im Porträt

Sie haben Berufsausbildungen und Studiengänge in den unterschiedlichsten Fächern absolviert – von Informatik und Elektrotechnik über Maschinenbau und Chemie bis hin zu Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft – und Berufserfahrungen in Wirtschaft und Wissenschaft gesammelt. Hier berichten Sie von Ihren ehrenamtlichen Erfahrungen.
GNW-Mitglieder im Porträt
GNW-Logo
Das Gewerkschaftliche Gutachter:innen Netzwerk gewinnt und unterstützt ehrenamtliche Kolleg:innen. Es bietet Qualifizierungen, Austausch und Materialien zur Akkreditierung und vermittelt Gutachter:innen in Verfahren. Zugleich stärkt das Netzwerk den gewerkschaftlichen Einfluss auf die Qualität von Studium und Lehre. Gegründet wurde es 2003.
Zur Homepage
Studentischer Akkreditierungspool

Studentische Akkreditierungspool

Der Studentische Akkreditierungspool ist die bundesweite Interessenvertretung von Studierenden im Akkreditierungswesen. Er entsendet Studierende in Verfahren und Gremien und bietet Qualifizierungen sowie Vernetzung an. Die Legitimation erfolgt über überregionale Studierendenvertretungen und basiert auf den demokratischen Strukturen der studentischen Selbstverwaltung.
Zur Homepage
Mitglieder des Akkreditierungsrats

Stiftung Akkreditierungsrat

Der Akkreditierungsrat ist eine gemeinsame Einrichtung der Länder zur Sicherung der Qualität von Studium und Lehre an deutschen Hochschulen. Er entscheidet über die Akkreditierung von Studiengängen, Qualitätssystemen und alternativen Verfahren. In Zusammenarbeit mit Hochschulen, Studierenden, Berufspraxis und Ländern fördert er die nationale und internationale Weiterentwicklung der Qualitätssicherung.
Zur Homepage
Lächelnde Frau in einer Teambesprechung

Als Gutachter:in Studiengänge mitgestalten

Als ehrenamtliche:r Gutachter:in bringst Du Deine Berufserfahrung in die Bewertung von Studiengängen ein. Du wirkst an guter akademischer Ausbildung mit und gewinnst Einblicke, die auch für Deine eigene Arbeit wertvoll sind.

27. Mai 2026

Eine junge Studentin lernt in der Bibliothek. Erschienen in metallzeitung 4/2016.

Stipendien und soziale Herkunft

Die Hans Böckler Stiftung fördert gezielt Studierende aus nicht akademischen Familien. Stipendien gleichen soziale Startnachteile aus, bieten finanzielle Sicherheit und stärken durch Beratung und Netzwerke die Bildungsdurchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung

26. Mai 2026

Hände über Heizkörper wärmen

BAföG stärken statt Sparrunden fahren

Die Bundesregierung machte teure Steuerversprechen und kommt jetzt in Sparzwänge beim BAföG. Eine echte Reform braucht endlich eine dynamische Anpassung an die Lebensverhältnisse unserer jungen Kolleg:innen – damit Bildung nicht vom Geldbeutel abhängt.

13. Februar 2026

Wirtschaftskonzept

Immer weniger Studierende erhalten staatliche Unterstützung

Nur noch gut jede siebte Person im Studium erhält Geld vom Staat. Die meisten finanzieren sich selbst und jobben nebenbei. Das erhöht den Druck, verlängert Studienzeiten und gefährdet Chancen. Expert:innen fordern eine grundlegende Reform der Förderung.

5. Februar 2026

Ein Student macht sich Notizen während eines Seminars.

Mehr Wohnraum für Azubis und Studierende jetzt schaffen

Azubis und Studierende finden kaum bezahlbare Wohnungen. Die meisten leben noch bei den Eltern. Betriebe und Staat können helfen – mit der Förderung von Wohnheimen oder Betriebswohnungen. Wir brauchen Lösungen für mehr bezahlbaren Wohnraum.

19. Januar 2026

28.11.2025, Schwäbisch Hall: Optima Mitarbeiter Dennis Schmeiss. Foto: IGM/Christoph Schmidt

Seit seinem Master wehrt Dennis Cyberangriffe ab

An der Hochschule Darmstadt können Techniker:innen und Meister:innen auch ohne Bachelor direkt einen Masterabschluss erwerben. Dennis Schmeiss, ein junger Metaller, hat das getan – und auf diesem Weg sein großes Ziel erreicht.

9. Januar 2026

Studenten mit einem Laptop in der Universität

BAföG neu denken: Mehr Gerechtigkeit für alle

Das BAföG erreicht immer weniger Menschen. Der DGB will das ändern: Mit einer Grundförderung für alle, höheren Bedarfssätzen und mehr Elternunabhängigkeit. Ziel ist ein gerechtes System, das Bildung für alle ermöglicht.

8. Dezember 2025

Mutter und Tochter schauen gemeinsam auf einen Laptop

Nach der Schule: Viele planen mehrere Wege

Ein Drittel der Jugendlichen denkt nach der Schule über mehrere Bildungswege nach. Sie wollen sich Optionen offenhalten – zwischen Ausbildung, Studium und anderen Möglichkeiten.

1. Dezember 2025

Junge Frau mit Umhängetasche lehnt mit Unterlagen und Laptop in der Hand an einer Flurwand.

Chancen auf einen passenden Studienplatz

Nicht alle Studienangebote sind frei zugänglich. Manche verlangen gute Noten oder ein Eignungsverfahren. Der „CHECK“ zeigt, wo man sich einschreiben kann und wo es eher schwieriger werden kann.

2. Oktober 2025

Denk-doch-Mal Ausgabe 03-25

Chancenstrukturen und Selektion beim Hochschulzugang und im Studium

Chancengleichheit beim Hochschulzugang ist auch im Jahr 2025 eine zentrale und in weiten Teilen ungelöste bildungspolitische Herausforderung.

10. September 2025

Schüler in Cafeteria

"nxt lvl" – Der digitale Reiseführer für den Berufsweg

Die praxisnahe Orientierungshilfe der DGB Jugend bietet jungen Menschen Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf – mit Infos zu Ausbildung, Studium, Bewerbung, Rechten im Job und mehr.

25. Juli 2025

Teamwork Hände

Gutachter:innen für gute Bildung

Das GNW bringt berufliche Praxis und akademische Qualität zusammen. Mit neuen Impulsen, engagierten Mitgliedern und klaren Positionen zur Akkreditierung zeigt der Rundbrief 2025, wie das Netzwerk Studiengänge mitgestaltet und für mehr Transparenz und Teilhabe sorgt.

21. Juli 2025