Digital Skills Gap 2025 Digitale Kompetenzen: Lebenslage entscheidet über Teilhabe

Die Studie „Digital Skills Gap 2025“ zeigt, dass Digitale Kompetenzen ungleich verteilt sind. Wer wenig verdient oder in beengten Verhältnissen lebt, hat schlechtere Chancen. Die Studie liefert klare Forderungen für mehr Bildungsgerechtigkeit und digitale Teilhabe.

ein Delegierter wählt sich mit einem Tablet in das Extranet der IG Metall ein

30. Oktober 2025 30. Oktober 2025


Die Studie untersucht, wie digitale Kompetenzen in verschiedenen Lebenslagen verteilt sind. Sie zeigt: Digitale Teilhabe ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Zukunft. Wer wenig verdient, beengt wohnt oder keine Weiterbildung erhält, bleibt oft digital abgehängt. Zu den zentralen Erkenntnissen gehören:

Digitale Kompetenzen sind ungleich verteilt.
Menschen mit geringem Einkommen oder schwieriger Wohnsituation verfügen deutlich seltener über digitale Basiskompetenzen. Fehlende Rückzugsorte, eingeschränkter Zugang zu Geräten und wenig Unterstützung im Umfeld erschweren digitale Teilhabe.

Berufliche Unterschiede sind kleiner als gedacht.
"Blue-Collar"-Arbeiter:innen sind in einigen Bereichen sogar digital fitter als ihre Kolleg:innen im Büro. Etwa bei der KI-Affinität. Trotzdem bestehen Unterschiede beim Zugang zu Weiterbildung und bei den Basiskompetenzen.

Young Professionals sind digital stark.
Sie erzielen die höchsten Werte in allen Kompetenzfeldern und nutzen KI-Tools intensiv. Doch auch sie brauchen gezielte Angebote, um KI sicher und kritisch einsetzen zu können.

Ältere bleiben oft außen vor.
Beschäftigte ab 57 Jahren bilden sich seltener weiter und zeigen geringere Digitalkompetenz. Viele sehen keine Perspektive. Dabei ist ihr Erfahrungswissen wertvoll und sollte gezielt gefördert werden.

Führungskräfte brauchen KI-Kompetenz.
Sie sind digital gut aufgestellt, aber bei KI noch unsicher. Um ihrer Rolle als Vorbilder gerecht zu werden, brauchen sie strategische Weiterbildung – technisch und ethisch.

Handlungsempfehlungen

  • Digitale Kompetenzoffensive bundesweit umsetzen

  • Bildungsangebote strategisch und partizipativ gestalten

  • Ältere Beschäftigte gezielt fördern

  • Unkonventionelle Lernformate wie Lernfabriken nutzen

  • KI-Kompetenzen gezielt stärken

  • Kooperative Finanzierungsmodelle für digitale Teilhabe entwickeln

Die Studie zum Download
Veranstaltungshighlights
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