Eine Ausbildung zur Tischlerin bietet viele Möglichkeiten. Dazu gehören nicht nur abwechslungsreiche Aufgaben im Handwerk, sondern auch die Chance, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Wie wertvoll ein solcher Aufenthalt sein kann, zeigt das Beispiel von Hanna.
Während ihrer Tischlerausbildung absolvierte sie ein zweimonatiges Praktikum in Kapstadt. Statt in einer klassischen Tischlerei arbeitete sie bei einem Betrieb, der Surfboards herstellt. Dort lernte sie neue Materialien, Arbeitsabläufe und Herangehensweisen kennen.
Schon die erste Woche brachte viele neue Eindrücke mit sich. Eine ungewohnte Werkstatt, neue Kolleg:innen und die tägliche Kommunikation auf Englisch gehörten plötzlich zum Arbeitsalltag. Doch Hanna fand sich schnell zurecht. Viele Maschinen und Arbeitstechniken waren ihr bereits bekannt. Gleichzeitig konnte sie neue Arbeitsweisen kennenlernen und ihren fachlichen Horizont erweitern.
Mehr als nur Fachwissen
Ein Auslandsaufenthalt vermittelt nicht nur berufliche Kompetenzen. Hanna lernte Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennen, beschäftigte sich mit der Geschichte Südafrikas und erlebte den Alltag vor Ort aus nächster Nähe. Gemeinsames Kochen, Wanderungen und Gespräche mit Einheimischen machten die Zeit zu einer prägenden Erfahrung.
Auch sprachlich profitierte sie von dem Aufenthalt. Englisch war in der Werkstatt die Alltagssprache. Nach kurzer Eingewöhnung gelang die Verständigung problemlos.
Besonders wichtig: Ein Auslandspraktikum stärkt die Selbstständigkeit. Hanna berichtet, dass sie durch die Zeit in Südafrika unabhängiger geworden ist und mehr Sicherheit für ihren weiteren beruflichen Weg gewonnen hat.