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DENK-doch-MAL.de Ausgabe: Inklusion

außen*innen*anders*gleich: Inklusive Bildung in exklusiven Zeiten

02.07.2018 Ι Die meisten Industrienationen haben sehr viel weniger Schülerinnen und Schüler in Förderschulen. Italien, Spanien, Irland, Schweden, Finnland haben bereits vor Jahrzehnten fast ganz umgestellt auf eine gemeinsame Bildung und Erziehung. Es waren nahezu 13 Jahre Zeit, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass unser separierendes Bildungswesen transformiert werden muss. Da mutet es fast wie ein Hohn an, wenn einige Bundesländer bei der Inklusion im Schulbereich mittlerweile (wieder) auf die Bremse treten, weil das alles zu schnell ginge. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass Inklusion nicht gewollt ist. In dieser Ausgabe von DENK-doch-MAL.de geht es um Fragen der Inklusion im Bildungsewesen.

Warum ist die Aufbruchstimmung in Sachen Inklusion verflogen? Worin bestehen die Schwierigkeiten der Umsetzung an Schulen? Welchen Herausforderungen stehen die duale Berufsausbildung und die Hochschule auf dem Weg zur Inklusion gegenüber? Inwieweit geben die neuesten Statistiken der Kultusministerkonferenz Auskunft über die erfolgreiche Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen? Was macht es in Deutschland so schwer, die Förderschulen abzubauen? Inwiefern ist insbesondere die "größte" Förderschule, nämlich die Schule für "Lernbehinderung" ein geschichtsbelastetes Relikt? Und: Wie (üb)erlebt ein Kind mit einer Behinderung eigentlich die Schulzeit? - das die Frage, die sechs Autoren-innen in der dritten Ausgabe 2018 von DENK-doch-MAL.de anpacken.

 

Perspektiven auf dem Weg dorthin zeigt Prof. Dr. Ursula Bylinski, Hochschullehrerin in Münster, in ihrem Beitrag "Inklusive Berufsbildung: Von der Förderung zu echter Teilhabe" auf.

 

Was sich auf dem Weg zur inklusiven Hochschule ändern muss, beschreibt Dr. Christiane Schindler, vom Deutschen Studentenwerk in Berlin, in ihrem Beitrag "Wie inklusiv ist das deutsche Hochschulsystem?"

 

Von einer Annäherung an das Ziel der UN-Konvention kann nicht einmal im Ansatz gesprochen werden. So lautet das Resümee von Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Klemm in seinem Beitrag "Inklusionsziel verfehlt! Zum Stand der Inklusion in Deutschlands allgemeinbildenden Schulen - eine bildungs-statistische Analyse".

 

Die Konstruktion von "Behinderung" hat in Deutschland eine besondere Geschichte. Wie es nach 1945 zu dem massiven Ausbau aussondernder Strukturen gekommen ist, dieser Frage geht DENK-doch-MAL.de Redakteurin Martina Schmeer im Interview "Die Sonderschule als geschichtsbelastetes Relikt" mit Dr. Brigitte Schumann nach.

 

Ausgehend vom diesjährigen Motto zum ersten Mai buchstabiert Dr. Ilka Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei der GEW in Frankfurt am Main, in ihrem Kommentar "Solidarität - Vielfalt - Gerechtigkeit": Inklusion als (bildungs-)gewerkschaftliches Thema" gewerkschaftliche Werte für die "Arbeitsebene" Schule aus.

 

Schließlich kommt in der Ausgabe ein Betroffener zu Wort. Dr. Peter Schmidt ist Geophysiker, Informatiker, IT-Spezialist, Autor und: Autist. Und als solcher ist er im besten Sinne ein Diversity-Botschafter. Autisten wirken oft wie "Gefangene im eigenen Ich", deren Verhalten fehlinterpretiert wird und deren Leistungen und Intelligenz oftmals unbeachtet bleiben. Viele Menschen erleben Autist*innen als "komisch" oder "seltsam". Peter Schmidt zeigt uns in seinem Beitrag "Wie ich als Autist die Schulzeit (üb)erlebt habe": es sind eigentlich wir, die komisch sind. Es ist die Welt, die komisch ist, weil sie mit Menschen, die anders sind, schwer umzugehen weiß.

 

Hier der Link zur DENK-doch-MAL.de Ausgabe 3-18

http://denk-doch-mal.de/wp/

 

 

 

 

 


 

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