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Erst Schulschließung jetzt drohende Arbeitslosigkeit der Eltern

Die Corona-Pandemie trifft unsere Kinder doppelt und dreifach hart!

02.10.2020 Ι Unter dem Solgan "PERSPEKTIVEN STATT JOBABBAU" leisten die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall Widerstand gegen lang geplante Kürzungen der Arbeitgeber, die unter dem Deckmantel der Corona-Krise umgesetzt werden sollen. Nun zeigt eine Studie des RWI (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung) dass dies auch im Sinne unserer Kinder eine große Relevanz hat. Die Wissenschaftler zeigen auf, dass Arbeitslosigkeit von Eltern zum falschen Zeitpunkt, langfristig den Bildungserfolg und das Einkommen der Kinder beeinflusst.

Dass Kinder von arbeitslosen Eltern später schlechtere Chancen haben, ist bekannt. Das RWI zeigt nun, dass auch der Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Kinder, deren Väter oder Mütter während der Wahl über die weiterführende Schule arbeitslos waren, erreichen später mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit einen Universitätsabschluss als Kinder, deren Elternteile kurz nach dieser Entscheidung arbeitslos wurden. Betroffene Kinder verdienen zudem langfristig weniger. Das Ergebnis gilt unabhängig vom Einkommen und anderen Merkmalen der Eltern.

 

"Die Studie macht deutlich, wie wichtig es ist, die hohen Folgekosten von Arbeitslosigkeit für die nächste Generation im Auge zu behalten", sagt RWI-Arbeitsmarktökonom Bernhard Schmidpeter. "Das soziale Sicherungs- und Bildungssystem sollte so gestaltet werden, dass Kinder möglichst wenig unter der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern leiden."

(Quelle: RWI | PM vom 28.09.2020)

 

  • Wenn Eltern zum Zeitpunkt der Schulwahl - wenn die Kinder 10 Jahre alt sind - arbeitslos sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder später einen Universitätsabschluss machen, nur bei 25 Prozent. Von den Kindern, die erst im Alter von 12 Jahren von der Arbeitslosigkeit des Hauptverdiener-Elternteils betroffen sind, erreichen dagegen 30 Prozent einen Studienabschluss. Der ungünstige Zeitpunkt sorgt unter Kindern, die aufgrund der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern ohnehin schon benachteiligt sind, also für einen Rückgang der Akademikerquote um rund 14 Prozent.
     
  • Im Durchschnitt erzielen betroffene Personen im Alter von 35 bis 37 Jahren ein um bis zu 3.500 Euro geringeres Jahreseinkommen durch die Arbeitslosigkeit des Elternteils. Über die Dauer der Karriere macht das einen Unterschied von bis zu 65.000 Euro aus.
     
  • Die Studie deutet darauf hin, dass zwischen 20 und 50 Prozent dieser Unterschiede dadurch erklärt werden können, dass die Eltern infolge ihrer Arbeitslosigkeit zum Zeitpunkt der wichtigen Bildungsentscheidung weniger in die Bildung ihrer Kinder investieren.

 

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