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Dokumentation der Bildungstagung 2018

13. IG Metall Fachtagung für Personal in der beruflichen Bildung 12. - 13. Juni 2018 H4 Hotel, Berlin Alexanderplatz

06.07.2018 Ι Die diesjährige Fachtagung für Personal in der beruflichen Bildung der IG Metall fand am 12./13. Juni 2018 im H4 Hotel in Berlin statt. Sie richtete sich an das betriebliche Aus- und Weiterbildungspersonal in seiner Rolle als pädagogische Fachkräfte, Trainer, Prüfer, Berater in Fragen der beruflichen Entwicklung und an die betrieblichen Mitbestimmungsakteure wie Betriebsräte, Vertrauensleute und Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen.

Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Tagung stand das Thema "Weiterbildung" mit vielen praktischen betrieblichen Beispielen. Außerdem gibt es wieder Foren zu aktuellen Berufsbildungsthemen.

 

Berufsbildung muss heute und noch mehr in der Zukunft über ihre tradierte Rolle hinauswachsen. Die Ökonomie benötigt zunehmend gereifte Persönlichkeiten, die präzise kommunizieren und höchst komplexe Situationen sicher, manchmal kreativ im Zusammenspiel mit anderen Fachdisziplinen meistern. Um dies erreichen zu können spielt Lernbegleitung eine bedeutende Rolle.

 

Anders als in der Erstausbildung fehlen in der Weiterbildung noch die von allen Seiten, aber vor allem von den Kolleginnen und Kollegen akzeptierten Vertrauenspersonen die motivieren, Ängste nehmen und bei Schwierigkeiten zur Seite stehen. Im Mittelpunkt unserer diesjährigen Tagung standen diese Vertrauenspersonen, wer könnten sie sein, wer sollte diese Aufgabe übernehmen?

 

 

Wir begrüßten insbesondere unsere neuen Kolleginnen und Kollegen, die sich zukünftig für die bildungspolitische Arbeit im Betrieb stark machen. Gemeinsam haben wir die rechtlichen Grundlagen der Arbeit im Bildungsausschuss (o.a. Bildungskommission genannt) des Betriebsrats behandelt und uns untereinander und mit erfahrenen Gremienmitgliedern über erste Schritte, mittelfristige Ziele sowie über Herausforderungen und Erfolge ausgetauscht.

 

Die Teilneher*innen des Forums finden hier neben der gehaltenen Präsentation, weitergehende Informationsmaterialien zu ausgewählten Themenclustern, die wir im Forum eröffnet haben:

 

Fragen Ziele

 Gesetzliche Grundlagen

 JAV-Wahlen >> IGM Extranet 
 (Anmeldung notwendig)

 Strategische Personalentwicklung

 Weiterbildung systematisieren

 Umgang mit dem demografischen Wandel

 Ausbildung systematisieren

 Regelungen zu E-Learning

 Zukunft der Berufe mitentwickeln:
 Als Sachverständige*r der IGM

 Gestaltung von Betriebsvereinbarungen

 Umgang mit Industrie 4.0

 

 

  • Präsentation im Forum 1 PPT  (389 KB)
  • Im Mittelpunkt des Forums stand die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten. Sichere Arbeit gepaart mit langfristigen Perspektiven ist nur mit Weiterbildung zu verwirklichen. Betriebsräte und Vertrauensleute sind wichtige Bildungsakteure. Sie verfügen mit Betriebsverfassungsgesetz, Qualifizierungstarifverträgen und Tarifverträgen zur Bildungsteilzeit über eine Reihe von Instrumenten zur aktiven Mitgestaltung beruflicher Weiterbildung. Betriebsräte werden in Zukunft die Beteiligungsspielräume zur Mitgestaltung beruflicher Weiterbildung effektiver nutzen. Anhand von betrieblichen Beispielen wurde aufgezeigt, welche Aufgaben dabei auch die Vertrauensleute haben? Was ist zu tun, damit Betriebsräte und Vertrauensleute als wesentliche Bildungsakteure eine Scharnierfunktion zwischen den Weiterbildungsinteressen der Beschäftigten und den objektiven Anforderungen des Betriebes einnehmen können? Welche Kompetenzen und Qualifikationen brauchen sie dazu? Was hält die Beschäftigten von Weiterbildung ab und was ist hinder-, was ist förderlich?

  • Die Bildungsmacher*innen - Hermann Novak PDF  (1816 KB)
  • Ab 1. August 2018 gelten die neuen - unter dem Aspekt der Digitalisierung - angepassten Ausbildungsordnungen der industriellen Metallberufe für alle Auszubildenden, die dieses Jahr ihre Ausbildung beginnen. Die Ausbildungsinhalte verändern sich nicht nur in den fachlichen sondern auch in den personalen und sozialen Kompetenzen. Im Forum erläuterten die Bundessachverständigen die Aktualisierungen und zeigten konkrete Beispiele zur methodischen betrieblichen Umsetzung auf. Für Betriebsräte wurden zusätzliche externe Angebote aufgezeigt, wie die neuen Inhalte außerbetrieblich für die Erstausbildung und als Anpassungsqualifizierung für schon ausgelernte Fachkräfte zur Weiterbildung umgesetzt werden können.

  • DIHK Leitfaden PDF  (1267 KB)
  • Präsentationen PDF  (5676 KB)
  • Verordnung Metallberufe PDF  (346 KB)
  • 2017 hatte der DGB Ausbildungsreport das Schwerpunktthema Berufsschule. Die Ergebnisse und daraus folgenden Erkenntnisse sind für die betriebliche Praxis sehr interessant, schließlich soll an den Berufsschulen das theoretische Fundament für eine erfolgreiche Ausbildung gelegt werden. Ein wesentlicher Indikator für die Bewertung der Berufsschule ist die Abstimmung mit den betrieblichen Ausbildungsschritten. Im Forum haben wir zuerst die Ergebnisse des DGB Ausbildungsreport dargestellt und diskutiert. Anschließend wurden Prozesse und Verfahrensweise behandelt, wie der Lernort Berufsschule, trotz oft widriger Bedingungen - besser für die betrieblichen Belange nutzbar gemacht werden kann.

  • Berufsschule - Hintergrundinfo - Die Rolle der IG Metall PDF  (1911 KB)
  • Berufsschulen - Michael Schmitzer PDF  (630 KB)
  • Lernort Berufsschule - Wandzeitung PDF  (3159 KB)
  • Ab 1. August 2018 gelten die neuen - unter dem Aspekt der Digitalisierung - angepassten Ausbildungsordnungen der industriellen Elektroberufe und des/der Mechatroniker/in für alle Auszubildenden, die dieses Jahr ihre Ausbildung beginnen. Die Ausbildungsinhalte verändern sich nicht nur in den fachlichen sondern auch in den personalen und sozialen Kompetenzen. Im Forum erläuterten die Bundessachverständigen die Aktualisierungen und zeigten konkrete Beispiele zur methodischen betrieblichen Umsetzung auf. Für Betriebsräte wurden zusätzliche externe Angebote aufgezeigt, wie die neuen Inhalte außerbetrieblich für die Erstausbildung und als Anpassungsqualifizierung für schon ausgelernte Fachkräfte zur Weiterbildung umgesetzt werden können.

  • DIHK Leitfaden PDF 
  • Päsentation bfw PDF  (2155 KB)
  • Präsentation Elektroberufe PDF  (3628 KB)
  • Verordnung Elektroberufe PDF  (334 KB)
  • Verordnung Mechatroniker PDF  (85 KB)
  • Die Anforderungen an die zukünftigen Beschäftigten werden im Zuge von Industrie 4.0 andere sein, als bisher. Ausbildungen entwickeln sich weiter bzw. werden angepasst. Die Prüfungen müssen mit diesen Entwicklungen Schritt halten. In diesem Forum haben wir gemeinsam Ideen entwickeln und diskutieren, ob Prüfungen angepasst werden müssen oder ganz neu gedacht werden sollten.

  • Prüfungen der Zukunft PDF  (1760 KB)
  • Neue Anforderungen in der Ausbildung benötigen ein besser qualifiziertes betriebliches Bildungspersonal! Insbesondere bei der Kompetenzentwicklung personaler und sozialer Qualifikationsanforderungen zukünftiger Beschäftigter reicht die AEVO nicht mehr aus! Auch benötigen ausbildende Fachkräfte in den Betrieben eine passgenaue (oder überhaupt erst mal eine) Qualifizierung. Im Forum klärten wir die Fragen: Benötigen wir ein neues bundeseinheitliches Profil zum "Lernprozessbegleiter" in der Aus- und Weiterbildung, wie soll eine novellierte "Ausbildereignungsprüfung" (AEVO) inhaltlich angepasst werden?

  • Fotoprotokoll PDF  (1727 KB)
  • Durch Digitalisierung und Automatisierung verändern sich die Anforderungen an eine moderne Arbeits- und Prozessorganisation grundsätzlich. Daraus resultieren enorme Anforderungen an die betriebliche Ausbildung. Qualitative Standards, die in den letzten Jahren zum Teil hart erkämpft wurden, stehen vielfach zur Disposition bzw. müssen neu verhandelt werden. Dafür gibt es zahlreiche Ursachen und vielfältige Zwänge. Wie Veränderung als Chance zur weiteren Optimierung genutzt werden kann und welche Rolle die beteiligten Stakeholder spielen sollten, haben wir in diesem Forum behandelt.

  • Ausbildungsqualität Wandzeitungen PDF  (2493 KB)
  • Ausbildungsqualität - Michael Schmitzer PDF  (668 KB)
  • Mit den dualen Studiengängen haben Hochschulen und Praxispartner ein attraktives Format für Betriebe und Studierende geschaffen, in dem wissenschaftliche und berufspraktische Kompetenzen vermittelt werden. Gleichsam stellt es Betriebsräte und bildungspolitisch Verantwortlichen vor neue Herausforderungen. Wie man diesen begegnen kann, haben wir im Forum gemeinsam erarbeitt.

    Neben der Betrachtung der Tragweite und Angebotsvielfalt der Studiengänge haben wir intensiv die betrieblichen Gestaltungsräume und gewerkschaftspolitische Handlungsfelder aufgearbeitet. Im Zentrum standen für uns die Fragen der qualitativen Gestaltung der Praxisphasen und die tarifliche Absicherung der Studierenden. Darüber hinaus gab es aber auch Austauschmöglichkeiten zu weitergehenden Fragestellungen.

     

  • Präsentation im Forum 9 PPTX  (7735 KB)
  • Digitalisierung und moderne Managementkonzepte prägen unsere Arbeitsbedingungen und können (sozio-psychische) Belastungen, Ressourcen und neue Verantwortlichkeiten für die Beschäftigten mit sich bringen. Als Bestandteil einer zukunftsfähigen Berufsbildung müssen deswegen Kompetenzen gefördert werden, die Beschäftigte befähigen, arbeitsbezogene Anforderungen und damit verbundene Belastungen einzuschätzen und autonom zu handeln. Im Forum wurden exemplarische Ergebnisse des BMBF-Projektes "IntAGt" vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert: 1. Belastungen und Ressourcen in von Digitalisierung geprägten betrieblichen Handlungsfeldern von Facharbeiter*innen. 2. Betriebliche Lernkonzepte für die Umsetzung des Themas in der Ausbildung. 3. Sensibilisierung und Qualifizierung von Bildungspersonal für den Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit.

  • Gesundheitsförderliche Arbeit als Gegenstand einer zukunftsfähigen Berufsbildung - Franz Flake, Claudia Fenzl, Claudia Koring PDF  (521 KB)
  • Positivmodell - Claudia Fenzl, Claudia Koring PDF  (1791 KB)
  • Ressourcen und Belastungen PDF  (302 KB)
  • Ziel des IG Metall-Projekts "Vertrauensleute als Weiterbildungspromotoren" war eine bessere Besetzung des Handlungsfelds berufliche Weiterbildung. Weiterbildungspromotoren von Bosch, Linde MH und Opel berichteten, welche Aufgaben sie sich vorgenommen haben, wie ihre Arbeit aussieht und wie diese mit der Arbeit des Betriebsrats vernetzt ist? Was ist im Projekt gut gelaufen? An welchen Fragen muss noch gearbeitet werden? Im Anschluss daran haben wir die Frage diskutieren, ob auch für Euch "Vertrauensleute als Weiterbildungspromotoren" der richtige Weg zur besseren Besetzung des Handlungsfeldes beruflicherWeiterbildung ist? Und: Was muss, was kann die IG Metall tun, damit die Wirksamkeit des Modells "Vertrauensleute als Weiterbildungspromotoren" nicht auf die Projektbetriebe beschränkt bleibt?

  • Auswertung Fragebogen Linde PDF  (370 KB)
  • Assist WB - Bosch PDF  (363 KB)
  • Assist WB - Linde PDF  (208 KB)
  • Assist WB - Opel PDF  (175 KB)
  • Assist WB - Lutz Ewald, Jörg Ferrando PDF  (376 KB)
  • Am Beispiel der Lernfabrik 4.0 in Aalen haben wir gezeigt, wie das Thema Industrie 4.0 und Lernortkooperation funktionieren kann. Die Technische Schule Aalen kooperiert mit der Ausbildung der Firma Zeiss in der Lernfabrik. Die Kooperation der Lernorte Berufsschule und Ausbildungsbetrieb sind seit jeher eine inhaltliche und organisatorische Herausforderung. Digitale Medien bieten neue Möglichkeiten für die Lernortkooperation, stellen aber auch veränderte Anforderungen an das Zusammenwirken der Lernorte.

  • Smartfactory Ausbildung PDF  (3536 KB)
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